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Aussenwirtschaft

Eine offene Aussenwirtschaftspolitik ist der beste Weg, die preisliche Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Ausland zu stärken. Dazu gehört auch die Marktöffnung im Agrar- und Lebensmittelbereich. Das Schengener Abkommen erleichtert den ausländischen Gästen den Weg in die Schweiz.

Die aussenwirtschaftspolitische Öffnung wirkt sich positiv auf das schweizerische Kostenumfeld aus. Bekanntlich verdient die Schweiz jeden zweiten Franken im Aussenhandel. Die Europäische Union ist und bleibt der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz. Der bilaterale Weg mit der EU hat sich als solides Format in der gemeinsamen Zusammenarbeit erwiesen. Dieses gilt es im gegenseitigen Interesse weiterzuentwickeln.

Auswirkungen auf die Hotellerie

Rund 40 Prozent der Einnahmen aus dem Tourismus werden von ausländischen Gästen generiert. Der Schweizer Tourismus ist damit eine wichtige Devisenquelle. So geben ausländische Touristen rund 300 Millionen Franken mehr in der Schweiz aus, als dies Schweizer Touristen im Ausland tun. Zunehmend wichtiger für die Hotellerie werden die asiatischen Wachstumsmärkte. Hier werden auch in Zukunft zweistellige Wachstumsraten erwartet. Die Zugehörigkeit der Schweiz zum Schengenraum erleichtert für Reisende aus diesen Ländern den Zugang erheblich.

Die Tourismuswirtschaft ist u.a. nach der Metall- und Maschinenindustrie sowie der chemischen Industrie die sechstwichtigste Exportbranche des Landes. Als einzige standortgebundene Exportindustrie steht die Hotelbranche vor der Herausforderung, lokal zu Schweizer Kosten zu produzieren und gleichzeitig international konkurrenzfähig zu sein. Werden die beiden wichtigsten Kostenblöcke Vorleistungs- und Arbeitskosten zusammengefasst, zeigt sich für die umliegenden Länder im Durchschnitt ein Kostenvorteil von einem Fünftel. Am deutlichsten sind die Nachteile gegenüber Österreich, wo der Tourismus mit rund 50 Prozent tieferen Arbeitskosten und etwa 24 Prozent tieferen Vorleistungskosten wirtschaften kann. Damit kommt der Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Branche ein hoher Stellenwert zu.

Unsere Anliegen

hotelleriesuisse setzt sich mit Nachdruck für umfassende und weit reichende Schritte zur aussenwirtschaftspolitischen Öffnung ein, insbesondere in Europa. Die effektivste Massnahme zur Senkung der Nahrungsmittelpreise liegt im Abbau von tarifären und nicht tarifären Handelshemmnissen. Ein Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich mit der EU steht dabei an erster Stelle. Zuverlässige Schätzungen haben ergeben, dass alleine bei den Warenkosten im Restaurationsbereich der Hotellerie rund 500 Millionen Franken eingespart werden könnten, wenn die Schweiz das Preisniveau der EU hätte.

Weitere Unterlagen

Vernehmlassungen

  • Gegenentwurf zur Volksinitiative "Für Ernährungssicherheit"

    Sichere Lebensmittelversorgung und Schutz des Kulturlandes sind derzeit wichtige Anliegen. Die Volksinitiative „Für Ernährungssicherheit“ fordert hinsichtlich dieser Bedürfnisse die Stärkung der Inlandproduktion, Kulturlandschutz, eine Qualitätsstrategie, Investitionssicherheit und Abbau von Bürokratie in der Landwirtschaft. Der Bundesrat erweitert diese Anliegen in einem Gegenvorschlag. So soll die Sicherstellung der Ernährungssicherheit zusätzlich auch durch Lebensmittelimporte geschehen. Beide Vorlagen bergen das Risiko, die Nahrungsmittel weiter zu verteuern, weshalb hotelleriesuisse diese aufgrund der ohnehin schwierigen Wettbewerbssituation ablehnt. Weiter ist eine Verankerung in der Verfassung nicht nötig, da diese Aspekte durch bestehende Verfassungsbestimmungen bereits abgedeckt sind.

    (eingereicht am 17.3.2015)

  • Zollverordnung gewürztes Fleisch

    Mit der parlamentarischen Initiative sollen neu gewürzte Fleischprodukte in das Kapitel 2 des Zolltarifs eingereiht werden und somit einer höheren Zollbelastung unterliegen. Die Hotellerie leidet unter den hohen Beschaffungskosten bei Nahrungsmitteln. Die neue Zollverordnung würde diesen Wettbewerbsnachteil verstärken und die Öffnung des Schweizer Agrarmarktes zurückwerfen. hotelleriesuisse lehnt die Initiative deshalb ab. Es muss auch in Zukunft möglich sein neben schweizer auch ausländische Produkte zu verhältnismässig vernünftigen Preisen  zu erwerben, um die Nachfrage zu decken.

    (eingereicht am 02.03.2015)