Grächen/St. Niklaus - Gemeinsam die Bergbahnen sichern
Die Sektion eingangs Mattertal gehört zuden kleinen: Gerade mal 8 Hotels zählt sie – davon arbeiten 3 eng zusammen unter dem Namen Matterhorn Valley Hotels.
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Doch sind die Hotels allesamt unterschiedlich ausgerichtet – und sprechen so unterschiedlichste Zielgruppen an. Die Mitglieder treffen sich ein- bis zweimal pro Monat, um zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden, etwa attraktive Events für mehr Gäste.
Ziel: enger zusammenarbeiten
«Wir haben vor einiger Zeit Kontakt mit dem lokalen Wirteverein aufgenommen und planen, künftig noch enger mit den Restaurants zusammenzuarbeiten», sagt Jonas Ruppen, Sektionspräsident seit 2023. Denn 3 Hotels führen ein eigenes Restaurant, gewisse Restaurants vermieten auch Gästezimmer. «Vielleicht fusionieren wir dereinst sogar die beiden Vereine», so Jonas Ruppen. Und vielleicht lassen sich auch die 2–3 Pensionen für eine Mitarbeit gewinnen.
Auch in der Destination wollen die Hoteliers ihren Einfluss ausbauen und intensiver mit der Gemeinde zusammenarbeiten. Seit Kurzem vertritt Aktuarin Melanie Williner die Sektion im Verein Grächen und St. Niklaus Tourismus und Gewerbe, weitere Neuzugänge haben für frischen Schwung gesorgt.
Herausforderung: Bergbahnen langfristig sichern
Nur dank einer Nachlassstundung konnte der Betrieb der Bergbahnen Grächen in der vergangenen Wintersaison gesichert werden. Um die Gläubiger diesen Sommer für den Kapitalschnitt von 90 % zu gewinnen, braucht es neues Kapital. 6 Millionen Franken sollten Einheimische und Zweitwohnungsbesitzer bringen, indem sie Aktien à 1000 Franken zeichnen – 7,3 Millionen kamen zusammen! «Das zeigt: Der Rohdiamant auf seiner Sonnenterrasse im Mattertal ist bei Einheimischen, Zweitwohnungsbesitzern und Freunden von Grächen sehr beliebt, der Glaube an einen aktiven Tourismus da! Hoffentlich wird dieser Diamant mit den richtigen Leuten an der Front bald geschliffen», so Jonas Ruppen.
Projekte: Stammgäste-Ehrung und Messeauftritte
Schon einmal haben die Tourismus- Anbieter ihre Stammgäste geehrt: indem sie diese zu einer Schifffahrt auf dem Bielersee einluden – inklusive musikalische Unterhaltung durch «Z’Hansrüedi». «Der Grächner Tourismus besteht zu 90 % aus Stammgästen», weiss Jonas Ruppen. «Bei der Aktienkapital-Erhöhung unserer Bergbahnen haben wir gespürt: Unseren Stammgästen liegt es am Herzen, dass Grächen funktioniert – viele haben Aktien gezeichnet. Dafür wollen wir sie bald wieder einmal ehren.»
Zudem will die Sektion Grächen künftig wieder an grosse Messen gehen. Denn das hat in der Vergangenheit neue Kunden gebracht.
Texte: Myriam Holzner und Geneviève Hagmann