Der Tourismussektor lanciert Kampagne gegen Chaos-Initiativ
Unter dem Dach des STV startet HotellerieSuisse eine Kampagne gegen die Chaos-Initiative, um die tourismusaffine Stimmbevölkerung zu mobilisieren.
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Der 14. Juni 2026 ist ein richtungsweisender Abstimmungssonntag für den Schweizer Tourismus. Ein NEIN zur Chaos-Initiative («Keine 10-Millionen-Schweiz») ist aus Sicht von HotellerieSuisse entscheidend für den gesamten Tourismussektor. Die Initiative fordert die Kündigung des Freizügigkeitsabkommens und gefährdet damit die bilateralen Verträge mit der EU – eine wesentliche Grundlage für einen wettbewerbsfähigen Tourismusstandort Schweiz.
Vor diesem Hintergrund engagiert sich HotellerieSuisse in einem breit abgestützten Tourismuskomitee unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbands mit einer eigenen Kampagne gegen die Vorlage.
Direkte Auswirkungen auf den Tourismus
Das Freizügigkeitsabkommen ermöglicht es touristischen Betrieben, dringend benötigte Fachkräfte aus der EU/EFTA unkompliziert zu rekrutieren. Ein Wegfall würde den Zugang zu qualifiziertem Personal deutlich erschweren. Offene Stellen könnten weniger schnell besetzt werden, saisonale Spitzen wären schwieriger zu bewältigen und der Rekrutierungsaufwand würde deutlich steigen.
Diese Entwicklung hätte unmittelbare Konsequenzen für den Betriebsalltag und das Gästeerlebnis. Eingeschränkte Öffnungszeiten von Beherbergungsbetrieben, Restaurants und Freizeitangeboten, eine reduzierte Angebotsvielfalt sowie längere Wartezeiten und spürbare Qualitätseinbussen wären die Folge. Damit gerät auch die Positionierung der Schweiz als Premium-Destination unter Druck, was sich negativ auf Nachfrage, Wertschöpfung sowie die Entwicklung ganzer Regionen auswirken kann.
Kampagne zeigt konkrete Folgen auf
Die Tourismuskampagne macht die Auswirkungen der Initiative im touristischen Alltag sichtbar und richtet sich gezielt an die tourismusnahe Bevölkerung. Sie ergänzt die übergeordnete Dachkampagne mit praxisnahen Beispielen aus Beherbergung, Gastronomie, Bergbahnen und weiteren touristischen Betrieben.
Die Botschaft ist klar: Ohne Fachkräfte steht der Tourismus still. Restauranttische bleiben leer – nicht wegen fehlender Gäste, sondern weil das Personal fehlt. Seilbahnen stehen still, Hotelbetten bleiben ungemacht – nicht mangels Nachfrage, sondern weil die Menschen fehlen, die diese Leistungen erbringen.
Der Tourismussektor setzt sich daher geschlossen für ein NEIN zur Chaos-Initiative ein und unterstreicht damit die zentrale Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für einen funktionierenden und wettbewerbsfähigen Tourismus in der Schweiz.