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Infrastruktur & Raumentwicklung

Die Hotellerie benötigt angemessene raumplanerische Freiheiten, um attraktive Leistungen anbieten zu können. Gleichzeitig sind die vielfältigen Landschaftsbilder zu schützen und zu pflegen. Die direkte internationale und regionale Verkehrsanbindung touristischer Zentren ist sicherzustellen.

Die Raumplanung konnte in den letzten Jahren einige Erfolge verbuchen. So wurde beispielsweise der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet über weite Strecken durchgesetzt.

Grosse Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Zersiedelung. Das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum wirkt sich nicht nur auf die Raumentwicklung aus, es generiert auch steigende Mobilitätsbedürfnisse. Ein gut unterhaltenes und funktionierendes Verkehrssystem ist ein entscheidender Standortfaktor. Der öffentliche und private Verkehr stossen jedoch zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.

Auswirkungen auf die Hotellerie

Die Hotellerie befindet sich bezüglich der Raumentwicklung in einem Spannungsfeld. Einerseits benötigt sie einen wirtschaftlichen Gestaltungsraum, um attraktive Leistungen anzubieten. Gleichzeitig sollen die vielfältigen Landschaftsbilder der Schweiz, und damit die Schatztruhe des hiesigen Tourismus, geschützt und gepflegt werden. Die schweizerische Raumplanung hat daher ökonomische und landschaftsschützerische Interessen mit Weitsicht zu vereinigen.

Im Bereich der Mobilität ist die Hotellerie auf eine gute Anbindung der Tourismusdestinationen an die nationalen und internationalen Verkehrsnetze angewiesen. Dies gilt für den Land- und Luftverkehr. Nur so können die touristischen Destinationen erschlossen und zugänglich gemacht werden. Der private Verkehr macht den grössten Teil im Freizeittourismus aus.

Unsere Anliegen

hotelleriesuisse setzt sich für eine weitsichtige Raum- und Verkehrsentwicklung unter Berücksichtigung der Anliegen des Tourismus, der einheimischen Bevölkerung und der Umwelt ein. Der Verband engagiert sich dafür, dass das wertvolle und eindrückliche Landschaftsbild der Schweiz erhalten bleibt. Wir engagieren uns dafür, dass die Zersiedelung in der Schweiz gebremst wird. Die Vernetzung von Bund, Kantonen und Tourismusbranche ist zu fördern. 

Die Erreichbarkeit touristischer Zentren ist durch eine sinnvolle nationale und internationale Anbindung der Regionen zu gewährleisten. Die Verkehrsinfrastrukturen sind angesichts der wachsenden Mobilität bedürfnisgerecht und kosteneffizient auszubauen.

Dokumente

Medienmitteilungen

Vernehmlassungen

  • Lex Koller

    Soll der Kauf von Betriebstätten durch Personen im Ausland wieder unter die Bewilligungspflicht fallen? Diese Frage hat der Bundesrat zur Diskussion gestellt. Für hotelleriesuisse ist klar: Dies darf auf keinen Fall geschehen.

    Durch die schwierige Ertragslage ist die Hotellerie seit langem auch auf ausländische Investitionen angewiesen. Nach einer Auswertung der HES-SO waren 2014 in der 5-Sterne Hotellerie 46 Prozent der Hotels in ausländischem Besitz. Oftmals tätigen Investoren aus dem Ausland grosse Investitionen, diese schaffen Arbeitsplätze und generieren Wertschöpfung. Nicht zuletzt können viele für die Schweiz identitätsstiftende Hotels nur aufgrund dieser ausländischen Investitionen betrieben werden.

    (Stellungnahme vom 29. Juni 2017)

  • Vernehmlassungsantwort Raumplanungsgesetz 2. Etappe

    Der Bundesrat erachtet es im Zuge der Siedlungsentwicklung, Mobilität, veränderter Wohn- und Arbeitsformen sowie dem Bedürfnis der Gesellschaft nach Schutz der Kulturflächen als nötig, weitere neue Grundlagen in der Raumplanung zu schaffen.
    hotelleriesuisse hat im Rahmen der Vernehmlassung die vorgeschlagene Gesetzesrevision analysiert und lehnt diese in dieser Form dezidiert ab. Die Revision enthält eine Reihe sachfremder Bestimmungen und schränkt den Tourismus in den ländlichen und alpinen Regionen in seiner Entwicklung ein. Der Tourismus ist darauf angewiesen, auch künftig auf die Bedürfnisse der Gäste eingehen zu können. Mit Blick auf die klimatischen Veränderungen und den Strukturwandel kann dies auch eine Verschiebung der Erholungsgebiete nach sich ziehen.

    (Stellungnahme vom 30. April 2015)