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Umsetzung der Stellenmeldepflicht – die wichtigsten Infos

31.05.2018

Die Stellenmeldepflicht wurde als Folge der Masseneinwanderungsinitiative eingeführt und gilt ab dem 1. Juli 2018. In untenstehendem Text finden Sie die wichtigsten Informationen zum Thema sowie einen weiterführenden Link und ein Erklärvideo.

Ab dem 1. Juli 2018 müssen alle offenen Stellen in Berufgattungen mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 8 Prozent bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet werden. Auch in der Hotellerie sind viele Berufsarten von dieser Pflicht betroffen.

Ablauf der Stellenmeldepflicht

Wenn Betriebe Mitarbeiter suchen, die in Berufsgattungen fallen, die gemeldet werden müssen, ist die offene Stelle dem zuständigen RAV online, per E-Mail, telefonisch oder schriftlich zwingend zu melden. Der Eingang der Meldung wird danach durch das RAV bestätigt. Sobald die Stelle beim RAV aufgeschaltet ist, erfolgt ein Publikationsverbot für den Arbeitgeber von 5 Arbeitstagen. Dies bedeutet, dass die offene Stelle vom Arbeitgeber erst nach Ablauf dieser Frist anderweitig öffentlich publiziert werden darf. Dies gilt auch für die hoteleigene Webseite.
Der Arbeitgeber erhält innert 3 Arbeitstagen nach Meldung der Stelle eine Rückmeldung des RAV zu passenden Dossiers von Stellensuchenden. Selbst wenn das RAV keine passenden Dossiers zustellen kann, darf das Publikationsverbot von 5 Arbeitstagen nicht verkürzt werden.
Der Arbeitgeber prüft die vom RAV übermittelten Dossiers und teilt diesem mit, welche Kandidatinnen und Kandidaten er als geeignet erachtet und zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und ob er einen der Bewerber angestellt hat. Falls keine der vorgeschlagenen Personen passt, kann der Arbeitgeber dies dem RAV mitteilen, ohne dass eine Begründungspflicht besteht.
Die Arbeitgeber bestimmen zwar selbst, welche Kandidatinnen oder Kandidaten sie aus welchen Gründen als geeignet einstufen. Die für die Arbeitgeber geeigneten Personen müssen jedoch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden. Die Verletzung der Pflicht zur Durchführung eines Gesprächs kann mit einer Busse bestraft werden.

Welche Informationen sind bei der Stellenmeldepflicht anzugeben?

Je genauer und detaillierter die Anforderungen für die gemeldete Stelle angegeben werden, desto besser passen die vom RAV vorgeschlagenen Bewerberinnen und Bewerber zur Stelle.
Folgende Angaben müssen zwingend übermittelt werden:

  • gesuchter Beruf;
  • Tätigkeit, einschliesslich spezieller Anforderungen;
  • Arbeitsort;
  • Arbeitspensum;
  • Datum des Stellenantritts;
  • Art des Arbeitsverhältnisses: befristet oder unbefristet;
  • Kontaktadresse;
  • Name des Arbeitgebers. 
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