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Massnahmen gegen Scheinbuchungen aus China

28.08.2014

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA prüft einen Verzicht der Hotelreservationspflicht für chinesische Gäste bei deren Einreise in den Schengen-Raum. Diese Praxis führte in Schweizer Hotels vermehrt zu Scheinbuchungen und Annulationen. hotelleriesuisse hat beim EDA entsprechend interveniert.

Für Visa-beantragende Touristen besteht die Verpflichtung, vor Reiseantritt ein sogenanntes Hauptreiseziel anzugeben. In den konsularischen Vertretungen der Schweiz besteht dabei die Praxis, dass bei Touristen dieses Hauptreiseziel mittels einer schriftlichen Hotelreservation bestätigt werden muss. Ist dieser Nachweis erbracht, erhalten chinesische Touristen ein Schengen-Visum für den EU-Raum.

Problematisch ist, dass nach Erhalt des Schengen-Visums die Hotelreservationen annulliert werden können und eine effektive Einreise in die Schweiz teilweise gar nicht erfolgt. Ein Umstand, der in der Vergangenheit wiederholt zu Schwierigkeiten bei Hoteliers in der Schweiz geführt hat. Zusätzlich erschwerend wirkt sich aus, dass die Hoteliers von chinesischen Kreditkarten keine Vorauszahlungen abbuchen können.

Bezüglich dieser Scheinbuchungen hat hotelleriesuisse im Winter erfolgreich mit dem EDA Kontakt aufgenommen, um die Problematik zu besprechen. Nun zeichnet sich eine Lösung ab: Zurzeit wird mit den europäischen Vertretungen in China wie auch mit den zuständigen Gremien in Brüssel diskutiert, ob die Einreisebedingungen entsprechend geändert werden können. Wann eine Neuregelung eingeführt wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

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