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Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken

27.06.2012

Für die öffentliche Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken muss ein Hotelier Gebühren entrichten. Diese werden durch Verwertungsgesellschaften eingezogen. Die Rechtsberatung bietet einen Überblick über Tarife und Kontakte.

Für die öffentliche Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken muss ein Hotelier Gebühren entrichten, welche nur durch sogenannte Verwertungsgesellschaften eingezogen werden können:

Verwertungs- gesellschaftRepertoireMitglieder
SuisaWerke nicht theatralischer MusikKomponisten/ Textautoren/ Musikverleger
SuissimageAudiovisuelle WerkeDrehbuchautoren, Regisseure, Produzenten und andere Rechtsinhaber der Filmbranche
Pro LitterisLiterarische und dramatische Werke sowie Werke der bildenden KunstSchriftsteller, Journalisten, bildende Künstler, Fotografen, Grafiker, Architekten, Buch-, Zeitungs-, Zeitschriften- und Kunstverlage
SSAWortdramatische, musikdramatische und audiovisuelle WerkeDramatiker, Komponisten, Drehbuchautoren und Regisseure
SwissperformVergütungsansprüche im Bereich der verwandten SchutzrechteAusübende Künstler, Produzenten von Tonträgern und Tonbildträgern sowie Sendeunternehmen

Gemeinsame Tarife

Die Höhe der Gebühren wird aufgrund von gemeinsamen Tarifen (GT) berechnet, die mit den Nutzerverbänden ausgehandelt werden. Die Tarife werden periodisch überprüft und neu ausgehandelt. Die wichtigsten Tarife in der Hotellerie sind die folgenden:

TarifVergütung für die Nutzung vonBemerkungen
GT 3aHintergrund-Unterhaltung
Empfang von Sendungen, Aufführungen mit Ton- und Tonbildträgern und music-on-hold
Entschädigung nach Fläche bzw. Anzahl Amtsleitungen 
GT 3cPublic viewing
Empfang von Fernsehsendungen auf Bildflächen mit einer Diagonalen von > 3 Metern
Entschädigung pro bewilligte Zeiteinheit
GT 8 VIReprographie (Papierkopien)
Vervielfältigen urheberrechtlich geschützter Werke
Pauschaltarif nach Anzahl Mitarbeitende
GT 9 VIIntranet (digitale Kopien)
Vervielfältigen urheberrechtlich geschützter Werke
Pauschaltarif nach Anzahl Mitarbeitende
GT HMusikaufführungen zu Tanz und Unterhaltung im GastgewerbeEntschädigung nach Eintrittspreis, Anzahl Gäste &  Anzahl Musiker
GT HVHotel-VideosEntschädigung nach Anzahl der angeschlossenen Zimmer
GT TTonbildvorführungen gegen Eintritt
Vorführen von Ton- und Tonbildträgern und Grossbildschirm-Empfang
Entschädigung in Prozent der Einnahmen

Die Tarife dieser Verwertungsgesellschaften sind nicht zu verwechseln mit den Billag-Gebühren. Die Abgeltungen für die Nutzung der geschützten Werke sind zu unterscheiden von der Pflicht, Radio- und Fernsehempfangsgebühren oder Konzessionsgebühren zu bezahlen. Diese Gebühren gelten für den privaten wie für den gewerblich-kommerziellen Empfang. Im Auftrag des Bundes führt die Billag seit 1998 das Inkasso der Radio- und Fernsehempfangsgebühren durch.

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