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Public Viewing und Fussball-Europameisterschaft 2016

13.05.2016

Am 10. Juni 2016 startet die Europameisterschaft in Frankreich. Damit die Fussballspiele den Hotel- und Restaurantgästen problemlos vorgeführt werden können, sind im Zusammenhang mit dem Urheberrecht diverse Spielregeln zu beachten.

Der Empfang von Fussball-Spielen ausserhalb der Privatsphäre ist nach Urheberrechtsgesetz vergütungspflichtig. Die Grösse der Bilddiagonale bestimmt dabei den anzuwendenden Tarif bzw. die Höhe der geschuldeten Entschädigung.

Bildflächen von maximal drei Metern Diagonale
Für Betriebe, die bereits eine Urheberrechtsvergütung für den Fernsehempfang nach dem GT 3a bezahlen, ist der Empfang der Fussballübertragungen auf Bildschirmen mit einer Diagonale von maximal drei Metern bereits inbegriffen. Wer hingegen bisher noch keine Urheberrechtsvergütung für den Fernsehempfang gemäss GT 3a bezahlt hat und nur während eines Kalendermonats für die Europameisterschaft einen Fernseher aufstellen möchte, kann die erforderliche Bewilligung für Fr. 25.95 zzgl. MWST bei der SUISA erwerben.

Spezieller Tarif für Bildflächen ab einer Diagonale von drei Metern

Für Bildflächen mit einer Diagonalen von mehr als drei Metern kann gemäss dem Tarif GT 3c eine Bewilligung bei der SUISA beantragt werden.

Sofern kein Eintrittsgeld oder sonstiges Entgelt erhoben wird (bspw. ein Zuschlag auf die Getränkepreise), beträgt die Vergütung für das Abspielen der EM-Spiele während max. 30 aufeinander folgenden Tagen und bei einer Bilddiagonalen von drei bis fünf Metern Fr. 312.00. Wird jedoch ein Eintrittsgeld oder sonstiges Entgelt erhoben, ist bei gleicher Bildgrösse ein Betrag von Fr. 624.00 zu entrichten.

Sollen nicht alle, sondern bspw. nur die Schweizer Spiele übertragen werden, ist eine Gebühr pro Tag zu entrichten, welche mit Eintrittsgeld oder sonstigem Entgelt Fr. 124.80 und ohne Entgelt Fr. 62.40 (Bilddiagonale von 3m - 5m) beträgt. Für grössere Bildflächen (ab 5m) erhöht sich die jeweilige Vergütung.

Sofern die Fussballspiel-Übertragung im Betrieb auf mehreren Bildschirmen erfolgen soll, ist nur eine Entschädigung geschuldet und zwar für den grössten Bildschirm bzw. die grösste Projektionsfläche.

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