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Neue Wellness und Medical Wellness Kriterien

28.05.2015

hotelleriesuisse hat die Kriterien der bestehenden Spezialisierungskategorien den neusten Gästebedürfnissen angepasst und zusätzlich Kriterien für Medical Wellness integriert. Damit erhalten die Schweizer Hotels die europaweit einmalige Möglichkeit, sich einerseits auf einem bestehenden sowie andererseits auf einem neu heranwachsenden Markt klar zu positionieren.

Der neue Kriterienkatalog ist modular aufgebaut. Um eine der neuen Spezialisierungen zu erreichen, entscheidet sich das Hotelunternehmen in einem ersten Schritt zwischen einer der beiden Hauptausrichtungen «Wellness» oder «Medical Wellness». Danach steht es dem Hotel, je nach vorhandenem Infrastruktur-Angebot, offen, sich weiter mit dem Zusatz «& Spa» zu positionieren.

Das Hotel kann somit von hotelleriesuisse mit folgenden vier Spezialisierungen ausgezeichnet werden:

  • Wellness
  • Wellness & Spa
  • Medical Wellness
  • Medical Wellness & Spa

Laufende Einführung der neuen Wellness-Kriterien

Alle erwähnten Spezialisierungen bilden auch das Eintrittsticket für die Vermarktung von Schweiz Tourismus via Themenkampagne Wellness. In der Übergangsphase bleiben aber die bestehenden Spezialisierungen Wellness I und II weiterhin gültig. Das heisst, dass diesen Hotels der Zugang zu der Kampagne von Schweiz Tourismus offen bleibt. hotelleriesuisse prüft deshalb die nach alter Ordonnanz ausgezeichneten Wellness I und Wellness II Betriebe nach ordentlich geplantem Rhythmus.

Die Hotels müssen sich nur dann proaktiv bei der Schweizer Hotelklassifikation melden (klassifikation@hotelleriesuisse.ch), wenn diese noch über keine dieser Spezialisierung verfügen und sich dafür interessieren oder sich zusätzlich im Bereich «Medical Wellness» oder «Medical Wellness & Spa» positionieren wollen.

Die zentralen Anpassungen

  • Die Dienstleistung gewinnt gegenüber der Infrastruktur an Bedeutung: Der Einstieg in die Basis-Spezialsierungen «Wellness» oder «Medical Wellness» erfolgt nach dem Prinzip «Hardware follows Software». 
  • Die Spezialisierungen stehen allen von hotelleriesuisse klassierten Hotels offen. Somit können neu auch Swiss Lodges und 1- und 2-Sterne Hotels diese Positionierung anstreben. 
  • Den betriebswirtschaftlichen Freiheiten der Betriebe wird vermehrt Rechnung getragen. So korrespondiert beispielsweise die Anzahl der Behandlungsräume neu mit der Grösse des Betriebes und ist nicht mit einer absoluten Zahl festgelegt. Die Öffnungszeiten werden den Unternehmen selber überlassen.
  • Die Bedeutung des F&B-Angebotes im Zusammenhang mit Wellness und Medical Wellness wird vermehrt berücksichtigt.
  • Die Begrifflichkeiten «Wellness», «Medical Wellness» sowie «Spa» wurden marktorientiert und mittels fixen Definitionen in den Kriterienkatalog integriert. Damit werden auch die diesbezüglichen Schnittstellen gelöst.

Die Integration des Themas «Medical Wellness» in die Spezialisierungskategorien hat dabei europaweit Vorbildcharakter. Bezogen auf die Hotellerie ist es wichtig zu erwähnen, dass sich die Kriterien nach den Bedürfnissen von gesunden Menschen, also Gästen und nicht Patienten, richten. Mit diesen Kriterien sollen primär Hotels angesprochen werden, welche Dienstleistungen mit präventivem Charakter anbieten. Es soll eine klare Grenze zu den Betriebskonzepten der Kurhäuser und der Kliniken gezogen werden.

Der Kriterienkatalog als Leitfaden

Mit den aufgeführten Definitionen, den Erläuterungen sowie den Kriterien als solches, soll der Kriterienkatalog nicht nur als Basis der Prüfung dienen, sondern auch ein Leitfaden für interessierte Hotels darstellen, die sich neu positionieren möchten. Der Katalog steht allen Interessierten in Deutsch und Französisch zur Verfügung.
 

Das Team der Schweizer Hotelklassifikation nimmt jederzeit gerne Anträge für eine der Spezialisierungen entgegen und steht für Rückfragen zur Verfügung (Kontakt: klassifikation@hotelleriesuisse.ch).  

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