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Geld zurück dank Energiemanagement

28.05.2015

Haben Sie daran gedacht, die CO2 Abgabe zurückzufordern? Verpassen Sie nicht die Möglichkeit, per 1. September 2015 eine Befreiung zu beantragen. Auch kleinere Betriebe können durch ein Energiemanagement Kosten sparen und von Förderprogrammen profitieren.

Vor Ablauf der Frist vom 1. September muss das Gesuch (inkl. Zielvorschlag) beim Bund eingereicht werden, damit die CO2-Abgabe per 1.1.2016 für das Jahr 2015 zurückerstattet werden kann. Ein Gesuch um Fristerstreckung ist ebenfalls vor Ablauf der gesetzlichen Frist bis spätestens m 1. September beim BAFU einzureichen. In der Regel gewährt das BAFU eine Fristerstreckung von bis zu 6 Monaten.

Die Schweiz erhebt eine Abgabe auf fossile Brennstoffe, um ihre Kyoto-Ziele über die Verminderung des Treibhausgasausstosses zu erreichen. Diese sogenannte CO2-Abgabe ist im Preis von Heizöl und Erdgas inbegriffen und erhöht aktuell Ihre Heiz- und Warmwasserkosten um rund 10 Prozent. Sie beträgt 60 Franken für eine Tonne CO2. Die Abgabe kann bei einer weiteren Verfehlung der CO2-Ziele sukzessive erhöht werden. Für 2016 ist bereits eine Erhöhung auf 84 Franken absehbar. Wenn sich Hotelbetriebe im Rahmen einer Zielvereinbarung zu wirtschaftlichen Massnahmen verpflichten, können sich diese von der Abgabe befreien.

Beispielhotel
Ein Kongresshotel mit einem Erdgasverbrauch von jährlich rund 1‘300 MWh (dies entspricht etwa 100‘000 Liter Heizöl) hat eine CO2-Fracht von 254 Tonnen. Die CO2-Abgabe beträgt damit 15 200 Franken.

CO2-Abgabe in CHF jährlich
absehbar ab 2016*: 21 500.-
Maximum ab 2018*: 30 500.- 

 Abgabe für 1 Tonne CO2
pro Jahr in CHF
 
 Abgabe für 100 Tonnen CO2
pro Jahr in CHF

(ca. 38‘000 Liter Heizöl oder 500‘000 kWh Erdgas)
 
seit 2014 60.- 6000.-
Maximum 2016* 84.- 8400.-
Maximum 2018* 120.- 12000.-

* Je nach Erfüllungsgrad der Ziele. Nach Vorgabe der CO2-Verordnung steigt die CO2-Abgabe, wenn die festgelegten Zwischenziele des CO2-Gesetzes nicht erreicht werden.

Voraussetzungen für ein Gesuch zur CO2-Abgabebefreiung:

  • Der CO2-Ausstoss Ihres Hotels beträgt jährlich mindestens 100 Tonnen. (Verbrauch von 38 000 Liter Heizöl oder 500 000 kWh Erdgas)
  • Sie verpflichten sich dem Bund gegenüber, Ihren CO2-Ausstoss zu vermindern.
  • Sie sind ein touristisch genutzter Hotelbetrieb.

Energie-Management für kleine und mittelgrosse Unternehmen

Damit Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis bleiben, gibt es die Untergrenze bezüglich Grösse der Unternehmen, wie oben ausgeführt. Als Alternative können sich mehrere Betriebe gemeinsam verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen zu vermindern. Informieren Sie sich, welcher Weg auf Ihren Betrieb ausgerichtet, wirtschaftlich am besten passt. Ein Energiemanagement zur Senkung der Energiekosten rechnet sich in jedem Fall.

Detaillierte Informationen beinhaltet das Merkblatt «Umsetzung der CO2-Verordung» von hotelleriesuisse. Besuchen Sie weiter unsere Plattform www.hotelpower.ch. Hier können Sie in einem Energie-Check Ihr Sparpotential berechnen und erhalten einen Überblick über die Förderprogramme auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Von Förderbeiträgen profitieren

Die Klimastiftung Schweiz unterstützt kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Förderbeiträge können in drei Bereichen beantragt werden:

  • Bei einer freiwilligen Zielvereinbarung mit dem Bund. Die Klimastiftung Schweiz übernimmt 50 Prozent der jährlichen EnAW-/Act- Beitragsrechnung für KMU
  • Energiesparmassnahmen im Betrieb
  • Innovative Lösungen zum Klimaschutz

Gruppe «Hotellerie Bern»

Die Informationsveranstaltungen vom 5. und 18. März in Bern und Thun von hotelleriesuisse zur CO2-Abgabebefreiung und Umsetzung Grossverbraucherartikel Kanton Bern haben gezeigt, dass viele Hotels (auch wenn sie nicht Grossverbraucher sind) die CO2-Abgabe noch nicht zurückfordern. Aufgrund des grossen Interesses formiert die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) eine Gruppe «Hotellerie Bern». Diese Gruppe wird vom EnAW-Moderator Beat Nussbaumer betreut und hat zum Ziel, die Hotels bei der Zielvereinbarung zur Rückerstattung der CO2-Abgabe zu unterstützen. Dadurch werden gleichzeitig die Energiekosten reduziert. Gruppensitzungen dienen zusätzlich dem regelmässigen Erfahrungsaustausch im Energiebereich unter den Hotels.

Erste Zielvereinbarungen konnten gestartet und Begehungen mit sogenannten Check-Up’s durchgeführt werden. Dabei stehen konkrete Massnahmen im Zentrum. Einzelne Betriebsoptimierungen führen unmittelbar zu Kosteneinsparungen.

Für die BKW Energie AG, Preferred Partner von hotelleriesuisse, steht momentan die Unterstützung bei der Modellwahl beim Kunden im Rahmen des Grossverbraucherartikels bis Ende Juni im Vordergrund. Eine CO2-Abgabebefreiung wird in diesem Zusammenhang als Option geprüft. Die Analysen bei den Kunden mit der Möglichkeit eine Abgabebefreiung einzufordern werden fortlaufend gestartet.

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