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Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung in der Hotellerie

24.04.2014

Die nachhaltige Entwicklung in der Hotellerie zeigt ein facettenreiches Bild. Während sich der Umweltbereich positiv entwickelt, hinterlassen die vergangenen Jahre wirtschaftlich durchzogene Spuren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von hotelleriesuisse und dem Forschungs- und Beratungsbüro INFRAS.

Die finanziell durch Innotour unterstützte Studie legt erstmals umfassend dar, wo die Hotellerie im Bereich Nachhaltigkeit steht und wie sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Dabei zeigt sich ein heterogener Verlauf. Die Bereiche Wirtschaft und Gesellschaft leiden unter der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre. Die Bestrebungen für mehr Umweltschutz gehen jedoch in die positive Richtung.

Mobilität und Beschaffung sind zentrale Aspekte

Mobilität und Beschaffung sind zentrale Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung in der Hotellerie, weshalb ihnen im vorliegenden ersten Monitoringbericht ein besonderer Platz eingeräumt wird. Die Mobilität ist die Basis des Tourismus. Über 60 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen sind auf die Mobilität in der Branche zurückzuführen. Innerhalb des Hotelbetriebs verursachen Strom, Wärme sowie Nahrungsmittel etwa 90 Prozent der Treibhausgasemission.

Erfahren Sie im Bericht anhand von Praxisbeispielen, wie sich Hotelbetriebe in Sachen Mobilität und nachhaltiger Beschaffung engagieren. Folgend einige Tipps aus dem Bericht, wie Sie Ihren Betrieb nachhaltiger gestalten können.

Die wichtigsten Handlungsmöglichkeiten in der Mobilität

  • Sensibilisieren und informieren: Die Gäste aktiv auf die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln für die Anreise und vor Ort aufmerksam machen.
  • Anreize setzen für öffentlichen Verkehr: Angebote entwickeln und nutzen, damit Gäste und Mitarbeitende verstärkt auf den öffentlichen Verkehr setzen (Gratisangebote, Beiträge an Billett-/Abonnementskosten).
  • Transportmöglichkeiten für kurze Wege anbieten: z.B. Shuttlebus-Dienste und Gepäcktransporte für oft frequentierte Wege.
  • Langsame Mobilität fördern: Gäste auf nah gelegene Ausflugsziele hinweisen, Langsamverkehr mit Velo-/E-Bike-Verleih unterstützen. Mitarbeitende für Velo- und Fussverkehr sensibilisieren und motivieren, Veloparkplätze zur Verfügung stellen.
  • Für Geschäftstransporte effiziente Fahrzeuge einsetzen: z.B. Fahrzeuge mit Hybridantrieb oder sehr geringem Treibstoffverbrauch.
  • Innovative Mobilitätsformen unterstützen: z.B. gemeinsame Fahrzeugnutzung von Mitarbeitenden.

Die wichtigsten Handlungsmöglichkeiten in der Beschaffung

Einkauf von Nahrungsmitteln

  • Ökologisch vorteilhafte Menus und Produkte anbieten: Vielseitige vegetarische Menus in die Speisekarteaufnehmen, biologisch produzierte Nahrungsmittel und Fisch aus nachhaltiger Produktion bzw.Fischerei anbieten.
  • Regionale Erzeugnisse ins Angebot aufnehmen und damit zur regionalen Wertschöpfung beitragen.
  • Fairtrade-Produkte anbieten: z.B. Produkte für den Frühstückstisch wie Kaffee, Tee, Orangensaft, Bananen.

Einkauf von Non-Food-Produkten

  • Energieeffizienz und Klimaschutz bei Investitionen als Kriterien berücksichtigen: z. B. beim Ersatz von Heizsystemen erneuerbare Ressourcen nutzen, elektronische Geräte wie Geschirrspüler oder Fernseher der höchsten Effizienzklassen beschaffen und Energiesparlampen einsetzen.
  • Strom aus erneuerbaren Energien beschaffen: Ökostrom aus Biomasse, Solar-, Wind- oder zertifizierter Wasserkraft.
  • Ressourcensparende Geräte einsetzen: z.B. Geräte, die den Standby-Verbrauch minimieren, oder wassersparende Geräte wie Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer.
  • Ökologische Alternativen bei Verbrauchsartikeln wählen: z.B. Recycling-Papier und ökologische Spül- und Reinigungsmittel.
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