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Dreizehnter Monatslohn

22.02.2012

Für alle Betriebe, sowohl Saison- wie Ganzjahresbetriebe, gilt der dreizehnte Monatslohn seit dem 1. Januar 2012.

Seit dem 1. Januar 2012 ist die neue Regelung über den 13. Monatslohn in Kraft. Jeder Mitarbeitende hat – sofern der Vertrag nicht während der Probezeit aufgelöst wird – ab Beginn des Anstellungsverhältnisses Anspruch auf den vollen 13. Monatslohn. Dieser wird nicht mehr nach Anstellungsdauer gestaffelt.

Die Auszahlung ist spätestens im Dezember vorzunehmen, für ein unvollständiges Arbeitsjahr besteht ein anteilsmässiger Anspruch. Eine monatliche oder mehrmals jährliche anteilsmässige Auszahlung ist zulässig. Erfolgt die Auszahlung jeweils Ende Monat oder zusammen mit dem Stundenlohn, beträgt die Entschädigung 8,33 Prozent des monatlichen Bruttolohnes. Wichtig ist, dass im Auszahlungsmoment der 13. Monatslohn auf der Lohnabrechnung explizit ausgewiesen wird.

Berechnungsgrundlagen

Für die Berechnung des 13. Monatslohnes wird vom durchschnittlichen Monatslohn des Bemessungszeitraumes ausgegangen. Wenn Überstunden regelmässig monatlich abgegolten werden, so ist der Überstundenlohn ebenfalls in die Berechnung miteinzubeziehen. Auf Überstunden hingegen, die nicht regelmässig oder erst am Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt werden, ist kein Anteil 13. Monatslohn geschuldet.

Auch eine Beteiligung am Betriebsergebnis gehört zum Bruttolohn und ist bei der Berechnung des 13. Monatslohnes grundsätzlich mit zu berücksichtigen. Es ist jedoch zulässig, den Anteil inklusive 13. Monatslohn zu vereinbaren, dies muss aber ausdrücklich schriftlich so festgehalten werden.

Werden am Ende des Arbeitsverhältnisses Ferien, Feiertage oder Ruhetage ausbezahlt, dann ist darauf der 13. Monatslohn ebenfalls geschuldet.

Ausnahmen vom Anspruch

Der Mitarbeiter hat keinen Anspruch auf einen anteilsmässigen 13. Monatslohn, wenn der Arbeitsvertrag in der Probezeit wieder aufgelöst wird. Wird das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit weitergeführt, besteht der Anspruch auf den 13. Monatslohn aber rückwirkend ab Beginn des Arbeitsvertrages. Aus diesem Grund wird empfohlen, in der Probezeit den 13. Monatslohn nicht monatlich anteilsmässig auszuzahlen. Es kann hingegen Sinn machen, die längste gesetzlich mögliche Probezeitdauer von drei Monaten zu vereinbaren oder im Zweifelsfall auf diese Dauer zu verlängern.

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