Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Sozialversicherungsbeiträge

Unsere Empfehlungen zur Reduktion der finanziellen Belastung durch die Sozialversicherungsbeiträge.

zuletzt aktualisiert: 26.03.2020

Sozialversicherungsrechnungen sind Akontozahlungen. Sie basieren auf der Lohnsumme des Vorjahres. Am Ende des Jahres wird eine definitive Abrechnung auf Basis der effektiven Lohnsummen vorgenommen. Akontorechnungen werden für die meisten Kunden zwischen dem 10. und 20. eines jeden Monats für den laufenden Monat ausgestellt. Wir empfehlen Ihnen daher, wenn Sie Ihre Lohnsumme des laufenden Monats durch Entlassungen oder durch eine Reduzierung der Anzahl Extras massiv reduziert haben, Ihre AHV-Ausgleichskasse  so schnell wie möglich, jedoch spätestens bis zum Ende des laufenden Monats, über Ihre aktuelle Lohnsumme zu informieren und eine Anpassung der Akontorechnung für den Folgemonat einzufordern. Diese Massnahme betrifft nicht die den Arbeitslosenkassen im Zusammenhang mit der Kurzarbeit (Arbeitsausfall) angekündigten Lohnsummen, die weiterhin den von der AHV-Ausgleichkasse erhobenen Beiträgen unterstellt sind.

Dies gilt übrigens auch für alle andern Rechnungen, welche auf der Basis der Lohnsumme oder dem Umsatz berechnet werden (Sachversicherungen, Supportverträge, Mietverträge etc.). Verlangen Sie auch dort umgehend eine Anpassung der Akontorechnungen oder Jahresprämien.

Bei Betrieben, welche alle Sozialversicherungen bei der HOTELA abgeschlossen haben, wird die Anpassung automatisch für alle Versicherungen erfolgen.

Erleichterung bei der Bezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen

Die AHV-Ausgleichskassen können Arbeitgebern und Selbstständigen, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, ab sofort einen Zahlungsaufschub gewähren. Der Zahlungsaufschub ist während sechs Monaten von Verzugszinsen befreit. Die Befreiung vom Verzugszins endet nach 6 Monaten. Die Zahlungsaufschübe selbst können eine längere Laufzeit haben. Sie wird von der AHV-Ausgleichskasse unter Berücksichtigung der Situation im Einzelfall festgelegt.

Für einen zinslosen Zahlungsaufschub müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Glaubhaft gemachte Liquiditätsprobleme;
  • Bereitschaft, regelmässige Ratenzahlungen zu leisten;
  • Umgehende Zahlung einer ersten Ratenzahlung;
  • Gute Gründe für die Annahme, dass die Beitragspflichtigen willens und in der Lage sind, die Ratenzahlungen fristgerecht zu leisten.


Massnahme im Bereich der Beruflichen Vorsorge

Der Bundesrat hat am 25. März 2020 beschlossen, dass die Arbeitgeber für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge vorübergehend die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwenden dürfen. Diese Massnahme soll es den Arbeitgebern erleichtern, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Für die Arbeitnehmenden hat die Massnahme keine Auswirkungen: Der Arbeitgeber zieht ihnen wie unter normalen Umständen ihren Beitragsteil vom Lohn ab und die gesamten Beiträge werden ihnen von der Vorsorgeeinrichtung gutgeschrieben.