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Ausbildungsbetriebe und Lernende

zuletzt aktualisiert: 26.03.2020

  • Die dringendsten Fragen zu Lernenden

    Muss mein Lernender zur Arbeit kommen?
    Ausbildungsbetriebe, die aktuell nicht von einer Schliessung betroffen sind, werden verpflichtet, die Schutzmassnahmen gemäss BAG insbesondere auch für Lernende zu gewährleisten. Sind sie dazu nicht in der Lage, sind die Lernenden nach Hause zu schicken bzw. je nach Möglichkeit mit Lernaufträgen ausserhalb des Lehrbetriebs zu beschäftigen.

    Muss ich, da die Berufsschulen geschlossen sind, meinen Lernenden bei der Arbeit einplanen?
    Lernende müssen am Schultag zuhause oder allenfalls an einem geeigneten Arbeitsplatz im Lehrbetrieb lernen. Der Ausbildungsauftrag der Berufsfachschulen an die Lernenden wird weitergeführt. Die Berufsfachschulen bemühen sich dort, wo es möglich ist, digitalen Lernformen einzusetzen. Erste Priorität haben die Abschlussklassen, inkl. Berufsmaturität. 
    Sämtliche Lernende sollen die ausfallenden Schultage nach Möglichkeit mittels «Distance Learning» nutzen, um den Schulstoff aufzuarbeiten und Aufträge der Schule zu bearbeiten. Sollten die Voraussetzungen für «Distance Learning» im Lehrbetrieb geeigneter sein, ist dies in Absprache mit der zuständigen Berufsbildnerin bzw. dem zuständigen Berufsbildner zu ermöglichen. Lernende in Betrieben, die von einer Schliessung betroffen sind, haben weiter die Aufträge der Schule zu erfüllen.

    Ich bin nicht in der Lage, meinen Lernenden zu beschäftigen, weil ich meinen Betrieb teilweise oder ganz schliessen musste. Wie muss ich weiter vorgehen?
    Kurzarbeit wird nun auch für Lernenden gewährt. Weitere Informationen dazu und offizielle Formulare zur Kurzarbeit finden unter Kurzarbeit.

    Allerdings müssen die Lernenden in den von einer Schliessung betroffenen Betrieben weiterhin ihren schulischen Verpflichtungen nachkommen.

    Mein Betrieb ist noch geöffnet, aber das Geschäftsvolumen ist sehr gering. Wie kann ich meine Lernenden beschäftigen?
    Es ist wichtig, Ihre Lernenden mit Aufgaben zu beschäftigen, die mit dem Erlernen ihres Berufs zusammenhängen. Es ist möglich, Ihren Lernenden Aufgaben zu erteilen, die in anderen Jahrgangsstufen vorgesehen sind.
    Die Schullehrpläne unserer beruflichen Grundbildungen sehen vor, dass sämtlicher Schulstoff mit dem zweitletzten Semester abgeschlossen ist. Das letzte Semester dient der Repetition. Sie können daher Ihre Lernenden im letzten Lehrjahr auch mit praktischen Arbeiten beschäftigen, um sie so gut wie möglich auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten, z.B. mit der Neugestaltung von Speise/Weinkarten, dem Aufbau von Social Media (HOKOs), der Überarbeitung der Webseite, dem Überdenken von Arbeitsabläufen, dem Anpassen von Checklisten, der Strukturierung von Lagerräumen, der Überarbeitung von Menüvorschlägen/Bankettdossiers, dem Überdenken und allfälligen Anpassen von Arbeitsdiensten oder dem Kreieren von Rezepten. Zudem können Sie grössere Reinigungsarbeiten starten und die Lernenden bitten, die Planung und Ausführung zu leiten.
     

    Zusammenarbeit mit Partner- oder Nachbarhotels
    Wenn der Ausbildungsbetrieb geschlossen ist, können die Lernenden für ein "Stage" in ein anderes Hotel gehen. Der rechtliche Aspekt bleibt beim Lehrvertragspartner. So wie z.B. die Lernenden in ein anderes Hotel gehen, wenn der Lehrbetrieb die Auflagen nicht erfüllen kann. Wenden Sie sich an Ihr örtliches Berufsbildungsamt. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie hier.

    Gruppieren Sie Lernende, um gemeinsam zu repetieren oder ein Projekt zu gestalten. Allenfalls ist dies auch mit Lernenden aus Partner- und Nachbarhotels möglich; dadurch können die Lernenden verschiedene Abläufe kennenlernen. Der Aufwand der Ausbildungsverantwortlichen kann somit kanalisiert werden. Ermöglichen Sie Lernenden aus geschlossenen Betrieben Einsätze bei Ihnen, damit sie weitere Abläufe kennenlernen.

    Bitte achten Sie aber unbedingt darauf, dass dabei die Schutzmassnahmen des BAG eingehalten werden (aktuell: max. 5 Leute in einer Gruppe, die einen Mindestabstand von 2 Metern zwischen einander einhalten).

    Best Practices:

    • Ein 4-Sterne-Hotel in Winterthur führt seinen Betrieb fort und setzt hierfür seine neun Lernenden ein, welche die ganze Organisation übernommen haben. Zur Story in der htr

    Senden Sie uns Ihre Ideen an grundbildung@hotelleriesuisse.ch, damit Lehrbetriebe gegenseitig voneinander profitieren können. Die Best Practices werden auf htr.ch veröffentlicht.

    Wird es Qualifizierungsverfahren (QV) für Lernende im letzten Jahr geben?
    Gerne fassen wir die offizielle Kommunikation zum QV zusammen:
    Die laufenden Qualifikationsverfahren - schulisch und betrieblich - werden ab sofort ausgesetzt. Das bedeutet, sie finden vorerst nicht statt. Jedoch sucht eine nationale Arbeitsgruppe derzeit nach gesamtschweizerischen Lösungen für angepasste Qualifikationsverfahren. Ziel ist es, allen Lernenden der beruflichen Grundbildung im Sommer 2020 die Möglichkeit eines Abschlusses zu gewähren und sie ihre Ausbildung terminlich wie geplant abschliessen können. Die Qualität der Qualifikationsverfahren muss insbesondere auch mit Blick auf die Arbeitsmarktfähigkeit hochgehalten werden.

    Kann ein Betrieb einen bereits unterschriebenen Vertrag mit einem neuen Lernenden künden? Welche Voraussetzungen sind nötig?

    Es ist wünschenswert, dass - wo immer möglich - Lernende ausgebildet werden, da die Branche auch weiterhin auf kompetenten Fachkräftenachwuchs angewiesen ist. Für die Auflösung von Lehrverträgen gelten die bestehenden Regeln, es gibt also keine Sonderregelung aufgrund der Folgen der Coronapandemie. Sehen Sie sich nicht länger dazu in der Lage, eine bereits vereinbarte Ausbildung durchzuführen, empfehlen wir Ihnen, sich mit HotellerieSuisse in Verbindung zu setzen, damit eine Lösung gefunden werden kann. (rechtsberatung@hotelleriesuisse.ch oder +41 31 370 43 50).

    Wie soll im Rekrutierungsprozess für 2020/2021 vorgegangen werden?
    Die derzeitige Lage erschwert den regulären Ablauf des Berufswahlprozesses (z.B. Schnupperlehren, Bewerbungsgespräche etc.). Jedoch müssen auch im Hinblick auf das Lehrjahr 2020/21 weiterhin Lernende im bisherigen Umfang rekrutiert werden, denn alle Betriebe werden auch in Zukunft auf Fachkräfte angewiesen sein. Deshalb ist es auch im Interesse der Lehrbetriebe, dass beruflicher Nachwuchs rekrutiert und ausgebildet wird. Melden Sie wie gewohnt Ihre Lehrstellen beim kantonalen Lehrstellennachweis LENA.

    Zurzeit sind keine regulären Schnupperlehren möglich. Überlegen Sie sich, die Interessierten auf eine andere Art kennen zu lernen, beispielsweise per Skype. Vereinbaren Sie diesbezüglich einen Interviewtermin. Bei einem zweiten Gespräch könnten Sie auch eine/n Ihrer Lernenden dazuschalten, oder sie/ihn auch gleich das Gespräch selbst führen lassen, mithilfe eines Leitfadens. Geben Sie den Interessierten eine kleine Aufgabe, die sie zuhause selbst ausführen können.

Unterricht für Lernende der Schulhotels von HotellerieSuisse

Auch die Schulhotels bleiben gemäss Beschluss des Bundesrates vorerst bis am 19. April 2020 geschlossen.
Bis auf Weiteres findet daher der Unterricht über Distance Learning via check-in / Microsoft Teams statt. Die genauen Informationen pro Blockkurs finden Sie in den untenstehenden Schreiben.