Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Gesetzesänderung bei Packages fördert Kooperationen und Mehrwert zwischen den Tourismusakteuren

Bern, 13.03.2019

Der Nationalrat hat nach dem Ständerat die Motion von Ständerat Stefan Engler angenommen. Dank der beschlossenen Mehrwertsteueränderung können von der Politik gewünschte Kooperationen zwischen den Tourismusakteuren in Form von Packages vereinfacht werden.

Der Tourismus und die Hotellerie profitieren von der Neuregelung durch einen grösseren unternehmerischen Spielraum, der die Bildung von attraktiveren Packages ermöglicht. hotelleriesuisse begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich und fordert den Ständerat auf, diesen Entscheid zu bestätigen.

Gemäss geltendem Recht kann ein Package, das beispielsweise aus einer Hotelübernachtung und jeweils einem Skipass oder einer Bahnfahrt besteht, gesamthaft zu einem reduzierten Mehrwertsteuersatz angeboten werden, wenn mindestens 70 Prozent des Package aus Leistungen bestehen, die diesem unterliegen. In der Praxis wird der verbleibende 30 Prozent-Anteil wertmässig jedoch schnell überschritten. Die verschiedenen Leistungen müssten daher separat nach unterschiedlichen Steuersätzen behandelt werden. Ein Package wird deshalb sowohl für den Anbieter als auch für die Kunden weniger interessant, da es komplizierter und teurer wird. Mit einer Heraufsetzung der Grenze von 30 auf 45 Prozent, wie es die Motion forderte, können mehr Leistungen in ein Package inkludiert und damit attraktivere Packages angeboten werden. Diese werden von den Kunden verlangt und stellen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber globa-len digitalen Wettbewerbern dar.
Zusätzlich werden auf diese Weise Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette gestärkt und damit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft erhöht. Damit können auch die von der Politik zum Beispiel in der neuen bundesrätlichen Tourismusstrategie geforderte Kooperationen in die Tat umgesetzt werden.

zurück zur Übersicht