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«Vollgeld»-Initiative gefährdet Investitionen in der Hotellerie

Bern, 23.03.2018


Die Verbandsleitung von hotelleriesuisse stellt sich gegen die «Vollgeld»-Initiative. Damit setzt sie ein Zeichen gegen eine Kreditklemme für die Schweizer Hotellerie und gegen einen weiteren Investitionsabbau.

Die Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank», kurz: «Vollgeld»-Initiative, hätte gravierende Auswirkungen auf das Schweizer Finanzsystem. Vollgeld würde den Banken verbieten, mit dem Geld auf Zahlungskonten zu arbeiten. Das würde Finanzdienstleistungen, Hypotheken und Kredite verteuern. Die Folge wäre eine Kreditklemme für die KMU, aber auch für potenzielle Immobilienbesitzer. Damit würden auch benötigte Kredite für die Hotellerie noch schwieriger zu bekommen sein oder sogar verunmöglicht werden. Sinkende Investitionen wären die Folge. Dies ist vor dem Hintergrund eines Investitionsrückstands in der Hotellerie und einem starken internationalen Wettbewerb umso dramatischer. Ausserdem ist davon auszugehen, dass die Banken ihre fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten durch zusätzliche Gebühren und steigende Hypothekarzinsen auf ihre Kunden abwälzen, was auch die Hotellerie zusätzlich belasten würde. Weiter kann eine Bank vor Ort, mit der oft eine langjährige Geschäftsbeziehung besteht, besser einschätzen, ob eine Kreditvergabe gerechtfertigt ist, als die Zentralbank in Bern. Aus all diesen Gründen hat die Verbandsleitung von hotelleriesuisse für die Abstimmung vom 10. Juni 2018 einstimmig die Nein-Parole beschlossen.

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