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Tourismusverbände fordern Anpassungen bei der Standortförderung

Bern, 01.07.2018

Die nationalen Tourismusverbände haben einen gemeinsamen Forderungskatalog für die Standortförderungsbotschaft 2020-2023 erarbeitet und diesen beim Vorsteher des WBF, Bundesrat Johann Schneider- Ammann, eingereicht. Mit der gemeinsamen Stellungnahme fordern die Verbände Weiterentwicklungen der touristischen Förderinstrumente sowie wichtige Massnahmen zur Stärkung der unternehmerischen Rahmenbedingungen. Die Botschaft zur Standortförderung wird derzeit vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO erarbeitet.

Im November 2017 stellte der Bundesrat seine überarbeitete Tourismusstrategie vor. Darauf aufbauend, haben die nationalen Tourismusverbände einen gemeinsamen Forderungskatalog für die Standortförderungsbotschaft 2020-2023 erarbeitet und dem Wirtschaftsminister überreicht. Die Tourismuspolitik soll für die nächste Legislaturperiode weiterentwickelt werden und eine nachhaltige Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in der Schweiz ermöglichen. Für die Botschaft zur Standortförderung, die zurzeit vom SECO erarbeitet wird, fordern die Verbände deshalb insbesondere die Berücksichtigung folgender Anliegen:

  • Die Tourismusverbände fordern eine zentrale Anlaufstelle im Sinne eines behördlichen «One-Stop-Shops». Diese Massnahme setzt gerade auch für die kleineren Akteure Anreize zur Teilnahme an den Förderprogrammen, indem der Zugang erleichtert wird. Administrative und koordinative Aufwände können zudem abgebaut werden.
  • Die Verbände fordern eine eigenständige Direktion für Tourismus, welche beim SECO anzusiedeln ist. Somit wird der Tourismus als Querschnittsbranche anerkannt und es können alle wichtigen Themenfelder gebündelt und effizient behandelt werden.
  • Weiter schlagen die Verbände Massnahmen zur bürokratischen Entlastung vor. Alle Meldepflichten (z.B. Logiernächte, Gästemeldepflicht oder Kurtaxen) sollen über eine Plattform digital erhoben und in naher Zukunft automatisiert werden. Die Schaffung einer solchen Plattform würde den klein- und mittelständischen Betrieben massive Erleichterungen bringen.
  • Die Rolle von Schweiz Tourismus als Enabler in der Digitalisierung muss gestärkt werden. Die nationale Marketingorganisation muss die überkantonale Vernetzung der Systeme und die Leistungsbündelung vorantreiben. Darunter fällt auch ein einheitliches Datenmanagement und die Bereitstellung von «shared services» für die Tourismusakteure.
  • Die Fördermöglichkeiten der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) müssen an die sich verändernden Geschäftsmodelle angepasst werden. Heutzutage sind Software-Faktoren wie IT und Automation sowie Geschäftsmodelle und -prozesse entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg. Die SGH soll auch hier Finanzierungen unter günstigen Konditionen gewähren können.
  • Weiter muss der Bund eine flächendeckende digitale Infrastruktur sicherstellen. Neben dem Ausbau von Breitband wird die 5G-Mobilfunktechnologie wichtig sein, um eine erfolgreiche digitale Transformation in allen Regionen der Schweiz zu gewährleisten. Eine qualitativ hochstehende Infrastruktur ist für die Gäste allgemein ein Grundbedürfnis.


Die Tourismusbranche erwartet eine konkrete Umsetzung dieser Forderungen in der Botschaft über die Standortsförderung 2020-2023 mit den nötigen gesetzlichen Anpassungen und wird sich für ihre Anliegen in der politischen Debatte aktiv einsetzen.

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