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hotelleriesuisse begrüsst das Verbot der Knebelverträge in Belgien

Bern, 20.07.2018

Das belgische Parlament hat gestern Abend die Paritätsklauseln, die Online-Buchungsplattformen (OTA) bei Hoteliers verlangen, verboten. Damit reagiert die belgische Politik auf die massive Einschränkung der Preissetzungsfreiheit im Online-Buchungsbereich und die internationalen Entwicklungen. Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien haben die Paritätsklauseln bereits verboten. hotelleriesuisse freut sich über diesen Entscheid und fordert eine schnelle Umsetzung der Motion «Verbot von Knebelverträgen der Online-Buchungsplattformen gegen die Hotellerie». Sie verfolgt das gleiche Ziel und wurde im Herbst 2017 vom Schweizer Parlament angenommen.

Belgien hat gestern per Gesetz die sogenannten Paritätsklauseln, die OTA wie Booking.com, Expedia oder HRS verlangen, verboten. Das Verbot gilt ab Herbst 2018. Bisher durften zum Beispiel Hoteliers die Preise auf der hoteleigenen Website nicht günstiger anbieten als auf den OTA, was den preislichen Wettbewerb zwischen allen Online-Vertriebskanälen unterband. Somit wurden die Preissetzungsfreiheit und die unternehmerische Autonomie der Hoteliers massiv eingeschränkt. Belgien folgt damit Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien, die die Paritätsklauseln bereits verboten haben. Diese fünf Länder generieren zusammen mehr als die Hälfte der europäischen Logiernächte.

In der Schweiz haben Stände- und Nationalrat dem Bundesrat mit grosser Mehrheit den Auftrag erteilt, die wettbewerbsschädlichen Paritätsklauseln zu verbieten. Die Motion Bischof «Verbot von Knebelverträgen der Online-Buchungsplattformen gegen die Hotellerie» (16.3902) befindet sich nun in der Umsetzung und hotelleriesuisse fordert eine schnelle, einfache und flexible Realisierung der Motion und zwar für alle Paritätsklauseln und Beherbergungsbetriebe. Der internationale Kontext ist auf dem globalisierten Tourismusmarkt von grösster Wichtigkeit und muss im gesetzgeberischen Prozess berücksichtigt werden.

Die Wirkung des Verbotes der Paritätsklauseln ist schon jetzt messbar. In Deutschland beispielsweise haben sich die Preise gemäss den Vertriebskosten angepasst. Der direkte Online-Vertriebskanal – die eigene Website – wird damit wieder zum «Preisleader» und der Konsument profitiert vom preislichen Wettbewerb, ohne die OTA zu benachteiligen.

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