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Überfällige Anpassung der Tourismuspolitik an das Digitalisierungszeitalter

Bern, 15.11.2017

Die Tourismusbranche begrüsst den vom Bundesrat verabschiedeten Bericht über die überarbeitete Tourismusstrategie. Er passt damit seine Tourismuspolitik an die drängenden Herausforderungen der Branche an. Die finanziellen Mittel für die tourismuspolitischen Instrumente bleiben dabei für den Tourismus von höchster Bedeutung und dürfen nicht, wie zuletzt vom Bundesrat angestossen, gekürzt werden.

Mit den vier Zielen der neuen Tourismusstrategie fokussiert der Bundesrat künftig auf Bereiche, die den Tourismus und die Beherbergungsbranche in den vergangenen Jahren stark herausgefordert haben. So fordert die Branche seit längerem, dass die Regulierungsdichte für die Unternehmer gesenkt wird. Im digitalisierten Zeitalter wird zudem beispielsweise in der Beherbergung das Machtgefälle zwischen internationalen Internet-Giganten und den lokalen KMU offensichtlich. Immerhin hat das Parlament mit der Motion Bischof – das Verbot, die Übernachtungen auf der eigenen Website nicht günstiger anbieten zu dürfen als auf derjenigen der Online Buchungsplattform – bereits erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die Branche bleibt aber selbst nicht untätig: Sei dies bei der besseren digitalen Aufstellung der Betriebe, den Massnahmen, um den Fachkräftemangel vorzubeugen oder der einfachen digitalen Verfügbarkeit von touristischen Dienstleistungen für den Gast. Mit der Verleihung des Schweizer Tourismuspreises Milestone und dem Hotel Innovations-Award verfügt sie zudem über Leuchtturmprojekte für Innovationen im Tourismus.

Volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus nicht unterschätzen

Dem Tourismus muss dennoch eine strategischere Rolle beigemessen werden. Die Tourismusbranche fordert deshalb, dass die verwaltungsinterne Kooperation verstärkt wird, insbesondere mit der Einsetzung einer Koordinationsstelle, da die allermeisten Anliegen des Tourismus regelmässig mehrere Verwaltungsbereiche gleichzeitig betreffen. Auch die bewährten tourismuspolitischen Instrumente dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. So ist trotz erstmals wieder steigenden Logiernächtezahlen die Nachfrageeinbusse in den Berggebieten noch nicht ausgestanden. Die finanziellen Mittel für die Innovationsförderung (Innotour), die Vermarktung (Schweiz Tourismus), die Entwicklung der Bergregionen (Neue Regionalpolitik) und die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) dürfen deshalb auf keinen Fall gekürzt werden.  

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