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Ständerat will Knebelverträge in der Hotellerie verbieten

Bern, 06.03.2017

Der Ständerat hat in seiner heutigen Sitzung die Motion «Verbot von Knebelverträgen der Online-Buchungsplattformen gegen die Hotellerie» angenommen und sich für ein Verbot der engen Paritätsklausel ausgesprochen. Dieser Entscheid ist ein wichtiger Schritt für einen fairen internationalen Wettbewerb, on- und offline, und gegen die steigende Abhängigkeit der Hotelbetriebe von Online-Buchungsplattformen (OTA). Nun ist der Nationalrat am Zug.

Mit der Annahme der Motion «Verbot von Knebelverträgen der Online-Buchungsplattformen gegen die Hotellerie» setzt der Ständerat ein starkes Zeichen für den Tourismusstandort Schweiz.  Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Die direkten Mitbewerber des Schweizer Tourismus – Deutschland, Österreich und Frankreich – haben die enge Paritätsklausel bereits verboten. Italien folgt diesem Beispiel noch in diesem Jahr. hotelleriesuisse-Präsident Andreas Züllig freut sich über den Entscheid des Ständerats: «Ein Verbot der engen Paritätsklausel beseitigt einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber den ausländischen Hauptkonkurrenten und gewährleistet das freie Unternehmertum und die Preissetzungsfreiheit im Kampf der Hoteliers gegen den zunehmenden Druck der Online-Buchungsplattformen». Die im letzten Monat veröffentlichte Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis bestätigt die starke Zunahme der Online-Buchungen in der Schweizer Hotellerie im Jahr 2016. Die Übernachtungen, die über Online-Buchungsplattformen generiert wurden, sind innerhalb eines Jahres um 32 Prozent gestiegen. Faire Wettbewerbsbedingungen – on- und offline – werden dadurch unumgänglich. hotelleriesuisse wird sich auch im Nationalrat für eine Annahme der Motion einsetzen.

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