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Klares Nein von hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz zur Ecopop-Initiative

Bern, 23.10.2014

hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz lehnen die Ecopop-Initiative klar ab. Eine Annahme der Initiative hätte gravierende negative Auswirkungen auf die Beherbergungsindustrie. Sie würde es verunmöglichen, den notwendigen Bedarf an Arbeitskräften für die Branche zu rekrutieren. Das Problem des Fachkräftemangels würde sich deutlich verschärfen.

Die Schweizer Wirtschaft setzt derzeit alles daran, die strikten Vorgaben der Masseneinwanderungs-Initiative möglichst verträglich für die betroffenen Branchen umzusetzen. Die von der Ecopop-Initiative geforderte starre Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf realitätsfremde 0,2 Prozent pro Jahr gefährdet die Existenz zahlreicher KMU und Familienunternehmen – auch in der Hotellerie. Die Branche ist sowohl auf niedrig Qualifizierte wie auch auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Eine Annahme der Ecopop-Initiative würde den Fachkräftemangel in der personalintensiven Hotellerie drastisch verschärfen und den Betrieb zahlreicher Unternehmen nicht mehr kostendeckend ermöglichen. Zudem würden die von der Branche seit Jahren unternommenen Anstrengungen zur Qualitätssteigerung – etwa im Bereich der Aus- und Weiterbildung – zu Nichte gemacht.

Bruch mit Europa vorprogrammiert

Alle internationalen Verträge, welche einer Beschränkung der Zuwanderung entgegenstehen, sind neu zu verhandeln oder zu kündigen. Das gilt auch für das  Personenfreizügigkeitsabkommen, welches für die Branche elementar ist. Das Gastgewerbe ist mit einem hohen Anteil von ausländischen Arbeitskräften auf das Abkommen angewiesen. Die Annahme der äusserst restriktiven Ecopop-Initiative würde zum Bruch mit Europa führen und verunmöglichen, genügend Mitarbeitende aus dem Ausland zu rekrutieren. Weiter sind das Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Umweltprobleme ein globales Problem, das letztlich nicht allein im nationalen Kontext gelöst werden kann.

Nein auch zur Gold-Initiative und Pauschalbesteuerungs-Initiative

Auch die beiden anderen Vorlagen, die am 30. November 2014 zur Abstimmung gelangen, schaden bei einer Annahme dem Wirtschaftsstandort Schweiz. Ein Ja zur Gold-Initiative würde den Handlungsspielraum der Schweizerischen Nationalbank enorm einschränken. hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz lehnen die Initiative deshalb ab. Die geforderte Abschaffung der Pauschalbesteuerung weist die Branche ebenfalls zurück. Das Instrument der Pauschalbesteuerung ist unter anderem für die Regionen in den Berggebieten und im ländlichen Raum von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung, da dort Aufwandbesteuerte zahlreiche Investitionen ermöglichen.

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