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Initiative «Gegen Masseneinwanderung»: Falscher Richtungswechsel

Bern, 09.02.2014

Mit grossem Bedauern haben hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz vom heutigen Entscheid der Stimmbevölkerung, die Zuwanderungspolitik neu auszurichten, Kenntnis genommen. Die Initiative legt der Branche, welche von unkomplizierten Rekrutierungsmöglichkeiten in der EU lebt, massiv Steine in den Weg: Kontingentierte Arbeitsbewilligungen schränken die Flexibilität der Betriebe ein und haben teure administrative Mehraufwände zur Folge.

Mit der Masseneinwanderungs-Initiative stand heute für die Schweizer Beherbergungswirtschaft ein richtungsweisender Entscheid an. Über 40 Prozent der Erwerbstätigen im Gastgewerbe kommen aus dem Ausland, rund ein Drittel davon aus der EU. Die Weiterführung des Personenfreizügigkeitsabkommens ist für die personalintensive Branche deshalb zentral. Je nach Umsetzung der Initiative wird die Rekrutierung von Fachkräften auf allen Stufen massiv erschwert. Kontingentierte Bewilligungen schränken die Flexibilität insbesondere der Saisonbetriebe im Arbeitsmarkt beträchtlich ein und haben zudem kostenintensive administrative Mehraufwände zur Folge. Die Schweiz gilt als attraktiver Arbeitsstandort – der durch die Initiative verursachte Angriff auf den bilateralen Weg, die mühsame Bewilligungspraxis und Kurzaufenthaltsbewilligungen schaden diesem Image. Gleichzeitig untergräbt die Initiative die bisherigen Qualitätsanstrengungen der Branche, deren wichtigste Grundlage qualifizierte Fachkräfte sind. Im Rahmen der Umsetzungsarbeiten auf Gesetzes- oder Verordnungsstufe werden sich hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz vehement für eine branchentaugliche Lösung einsetzen.

Das Ja zum Bundesbeschluss über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (FABI) wird von den Branchenverbänden gutgeheissen. Nebst der Frequenzerhöhung auf Strecken mit hoher Nachfrage kommt den Tourismusorten insbesondere die geplante Weiterentwicklung des Bahnnetzes zu Gute, welche zu einer besseren Anbindung führt – eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Tourismus.

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