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WEKO eröffnet kartellrechtliche Untersuchung gegen Online-Buchungsplattformen

Bern, 12.12.2012

Auf Initiative von hotelleriesuisse hat die WEKO heute eine kartellrechtliche Untersuchung gegen die Online-Buchungsportale Booking.com, HRS und Expedia eröffnet. Im Visier stehen dabei insbesondere die in den AGBs verankerten Bestpreis- und Verfügbarkeitsgarantien, welche den Handlungsspielraum der Hotelunternehmer massiv einschränken. Von der Untersuchung erhofft sich der Verband eine Signalwirkung für mehr Freiheiten beim Vertrieb.

Steigende Kommissionssätze und ungünstige Vertragsklauseln: Für die Präsenz auf prominenten Buchungsplattformen wie Booking.com oder HRS zahlen Hoteliers einen hohen Preis. Ein von hotelleriesuisse beauftragtes Gutachten hat  ergeben, dass einzelne AGB-Klauseln wie die Bestpreis- und Verfügbarkeitsgarantie die Wettbewerbsfreiheit der Hoteliers schwerwiegend beeinträchtigen. Ebenso bestehen Anhaltspunkte, dass die Betreiber der Plattformen ihre marktbeherrschende Stellung missbräuchlich nutzen.

Druck auf Anbieter erhöhen

Aufgrund des Gutachtens hat die WEKO nun eine kartellrechtliche Untersuchung gegen die in der Schweiz tätigen Online-Buchungsplattformen Booking.com, HRS und Expedia eröffnet. Die Untersuchung der WEKO dürfte den Druck auf die Anbieter weiter erhöhen. hotelleriesuisse strebt in erster Linie eine Streichung der Ratenparitätsklauseln sowie der Bestpreis- und Verfügbarkeitsgarantien aus den AGBs an. Ebenfalls sind die Buchungsplattformen anzuhalten, die Kommissionssätze künftig nicht weiter zu erhöhen und überhöhte Kommissionssätze nach unten zu korrigieren.

Mit ihrem Vorgehen folgt die WEKO dem weltweiten Trend, gegen die Geschäftspraktiken der Buchungsplattformen vorzugehen. So hat beispielsweise das Bundeskartellamt in Deutschland die Bestpreis-Klausel von HRS untersucht.

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