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Mehrwertsteuer: Enttäuschender Entscheid des Ständerates

Bern, 13.03.2012

hotelleriesuisse hat den heutigen Entscheid des Ständerates mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Zur Abfederung der Frankenstärke hat sich der Verband für eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen eingesetzt. Nun gilt es den Hebel bei den überhöhten Kosten für die Beschaffung von Nahrungsmitteln anzusetzen.

Vor dem Hintergrund des starken Frankens hat es der Ständerat heute verpasst, die Schweizer Hotellerie sofort und zielführend zu entlasten. hotelleriesuisse bedauert diesen Entscheid. Durch eine vorübergehende Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Beherbergung hätte dem Exportcharakter der Schweizer Hotellerie Rechnung getragen und deren internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden können. Eine solche Entlastung hätte den Hotelbetrieben zeitnah die nötige Liquidität zur Verfügung gestellt und dadurch deren Investitions- und Preisgestaltungsspielraum erhöht.

Logiernächte aus Europa brechen weiter ein

Die Notwendigkeit einer Sofortmassnahme wird durch die aktuellen Logiernächtezahlen in aller Deutlichkeit belegt. Trotz guten Schneeverhältnissen und sonnigem Wetter war der Rückgang im Januar 2012 massiv. Vor allem bei den Gästen aus Europa mussten schmerzhafte Einbussen in Kauf genommen werden. Hier ging die Nachfrage um satte 14 Prozent zurück. Dieser negative Trend dürfte sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen und die Branche vor grosse Hürden stellen. Von den Rückgängen betroffen ist vor allem die Ferienhotellerie. Zunehmend wird aber auch die bisher krisenresistentere Städtehotellerie in Mitleidenschaft gezogen.

Fleischimport im Fokus

hotelleriesuisse nimmt die Politik beim Wort und hofft, dass das Parlament endlich wahrmacht, was es immer wieder verspricht: dem Leidensdruck der durch den starken Franken gebeutelten Branchen Abhilfe zu schaffen. Ist die Senkung der Mehrwertsteuer in den Augen des Parlaments kein gangbarer Weg, so muss es rasch andere Massnahmen einleiten. Ansonsten verliert es seine Glaubwürdigkeit, die Situation der Branche erkannt zu haben. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist die Revision des Fleischimport-Systems und die Einleitung einer partiellen Fleischmarktöffnung. Damit würden die deutlich überhöhten Kosten bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln wegfallen.

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