Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Mehrwertsteuer: Enttäuschender Entscheid des Nationalrates

Bern, 27.02.2012

In der Diskussion um die Abfederung der Frankenstärke hat es der Nationalrat entgegen der Haltung seiner vorbereitenden Kommission verpasst, einer effizienten und rasch wirkenden Massnahme zu Gunsten der Schweizer Hotellerie zuzustimmen.

hotelleriesuisse hat den heutigen wenn auch knappen Entscheid des Nationalrates mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Durch eine vorübergehende Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Beherbergung würde dem Exportcharakter der Schweizer Hotellerie Rechnung getragen und deren internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Eine solche Entlastung würde den Hotelbetrieben zeitnah die nötige Liquidität zur Verfügung stellen und dadurch deren Investitions- und Preisgestaltungsspielraum erhöhen.

Die Notwendigkeit der Massnahme, die mit einem verkraftbaren administrativen Aufwand umsetzbar ist, wird durch die aktuellen Logiernächtezahlen verdeutlicht. Der starke Franken hinterlässt in der Schweizer Hotellerie deutliche Spuren. Vor allem bei den Gästen aus Europa mussten schmerzhafte Einbussen in Kauf genommen werden. Hier ging die Nachfrage im Jahr 2011 um 7,3 Prozent zurück. Dieser negative Trend dürfte sich im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Von den Rückgängen betroffen ist vor allem die Ferienhotellerie. Zunehmend wird aber auch die bisher krisenresistentere Städtehotellerie in Mitleidenschaft gezogen.

hotelleriesuisse hofft, dass der Ständerat in der kommenden Debatte die Fehleinschätzung seiner vorberatenden Kommission und der grossen Kammer korrigiert und sich für eine befristete Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsleistungen aussprechen wird.

zurück zur Übersicht