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Swiss Hotel Film Award: Beste Hotelfilme gekürt

Bern, 26.08.2011

Gestern wurden in Zürich die Gewinner des Swiss Hotel Film Awards 2011 bekannt gegeben. Als bester Hotelfilm wurde «Monsieur Du Lit» von Timo von Gunten ausgezeichnet. Der zweite Platz ging an «Salty Times» von Stefan Eichenberger, Platz drei belegte «Home Sweet Hotel» von Alfonso Gordillo.

Rund 500 Gäste waren der Einladung von hotelleriesuisse gefolgt, um in der Arena Filmcity in der Sihlcity Zürich die Gewinner des Swiss Hotel Film Awards 2011 zu feiern. Stimmungsvolle Momente und viel Glamour waren auch bei der diesjährigen Preisverleihung Programm. «Emotionen, wie sie die schillernde Welt der Hotellerie hervorruft, sind nicht wechselkursabhängig», betonte Guglielmo L. Brentel, Präsident von hotelleriesuisse, in seiner Ansprache. Laut Brentel wollen die Gäste einzigartige und unvergessliche Erlebnisse und sind auch bereit, den Preis dafür zu bezahlen, insofern er wieder in einem vernünftigen Verhältnis zum Euro steht. «Emotionalität und die damit verbundenen Geschichten spielen auch die Hauptrolle beim Swiss Hotel Film Award», hielt Brentel fest. Die positiven Rückmeldungen zur Erstausgabe 2009 und die darauf folgende Auszeichnung des Projekts mit dem «Award Corporate Communications» hätten hotelleriesuisse bestärkt, das Drehbuch des Swiss Hotel Film Awards weiterzuschreiben und 2011 erneut umzusetzen.

Namhafte Jury und Gäste

Im Rahmen der Preisverleihung wurden zehn der insgesamt 20 nominierten Filme gezeigt, darunter die Gewinner des ersten, zweiten und dritten Preises und des Publikumspreises. In der Fachjury vertreten waren Fulvio Bernasconi (Regisseur), Jacques Bettex (Best Western Eurotel Riviera, Montreux), Sabine Boss (Regisseurin), Philippe Clivaz (Visions du Réel), Madeleine Hirsiger (Filmredaktorin) und Philipp Roggensinger (DASBREITEHOTEL). Die Jury wurde von Filmredaktor Mohan Mani präsidiert. Stargast des Abends war der Schauspieler Anatole Taubmann, der dem Publikum spannende Einblicke in seine Filmkarriere bot. Über ihre Erfahrungen mit Hotels berichtete Model Xenia Tchoumitcheva. Sie spielte die Hauptrolle im diesjährigen Call for entry-Film. Durch den Abend führte der bekannte TV- und Radiomodertor Sven Epiney.

1. Preis: «Monsieur Du Lit» von Timo von Gunten (Zürich)

In seinem Kurzfilm «Monsieur Du Lit» erweckt Timo von Gunten aus Zürich ein Hotelbett zum Leben, das mit französischem Akzent die turbulenten Geschichten seiner Gäste preisgibt. «Nicht nur die originelle Grundidee überzeugt, sondern auch die filmische Umsetzung ist gelungen», hielt die Jury fest. Der Film besteche mit einer frischen und temporeichen Inszenierung, guten Pointen, schwarzem Humor und einem perfekten Schnitt . «Monsieur Du Lit ist als Film ein Hochgenuss, wobei die gute Rollenbesetzung massgeblich zum Sieg beigetragen hat», urteilte die Jury. Der Kurzfilm entstand im Hotel Schweizerhof in Luzern und ist mit einem Preisgeld von 5000 Franken dotiert. Zusätzlich erhalten die Filmschaffenden einen Auftrag für eine Filmproduktion im Rahmen des MILESTONE. Tourismuspreis Schweiz im Wert von 5000 Franken.

2. Preis: «Salty Times» von Stefan Eichenberger (Bern)

Klassischer geht es nicht: Im schwarzweissen Stummfilm «Salty Times» von Stefan Eichenberger aus Bern macht sich eine Sängerin an den einzigen Hotelgast heran, dies zum Leidwesen des Barkeepers, ihrem Ex. «Der Kurzfilm überzeugt auf der ganzen Linie und erweist sich als herrlich ironische Hommage an die goldenen Hotel- und Cinema-Zeiten der 1930er Jahre», meinte die Jury. «Die Filmemacher verstehen ihr Handwerk, haben die Stummfilme genau studiert und perfekt rekonstruiert.» Beispielhaft sei etwa die grossartige Musikuntermalung mittels Klavier, welche die Handlung gekonnt unterstütze und vorantreibe. «Salty Times» wurde im Grandhotel Giessbach in Brienz sowie im Belle Epoque Boutique Hotel in Bern gedreht und mit einem Preisgeld von 3000 Franken belohnt.

3. Preis: «Home Sweet Hotel» von Alfonso Gordillo (Bern)

Im Kurzfilm «Home Sweet Hotel» von Alfonso Gordillo aus Bern quartiert sich ein zahlungsunwilliger Gast auf unbestimmte Zeit im Hotel ein und wird damit zusehends zum Problemfall. «Diesen Alptraum kann wohl jeder Hotelier nachfühlen», meinte die Jury. «Die Situation wird gekonnt ad absurdum geführt, zumal der Kunde bekanntlich König ist und die Höflichkeit um jeden Preis gewahrt werden muss.» Schön ist laut Jury auch die Grundidee, wonach ein Hotel für bestimmte Gäste sogar bequemer und besser sei als das eigene Zuhause. «Eine gekonnte Rollenbesetzung, viel Spielfreude und ein guter, publikumswirksamer Humor machen diese Kurzfilmkomödie unterhaltsam von Anfang bis Schluss. Lachen ist Trumpf!». Schauplatz von «Home Sweet Hotel» ist das Gstaad Palace. Das Preisgeld beträgt 2000 Franken.

Publikumspreis: «Stille Post» von Alejandro Gasser Daza (Köln)

Das Publikum hat entschieden: Mit seinem Film «Stille Post» hat Alejandro Gasser Daza aus Köln beim Online-Voting die meisten Stimmen geholt und durfte den begehrten Publikumspreis entgegennehmen. «Ist der Publikumspreis nun der beliebteste, beste, brillanteste Film oder der am besten beworbene? Vielleicht das eine, vielleicht das andere, vielleicht beides», hielt Dr. Christoph Juen, CEO von hotelleriesuisse, fest. Auch in Hollywood schreibe Erfolgsgeschichte, wer den Mix aus Qualität und Marketing am besten beherrsche. «Alejandro Gasser ist ein atmosphärisch reicher Film gelungen, der die Voting-Gesellschaft zu überzeugen wusste.» Hauptdarsteller des Films ist ein Zettel mit unbekannter Botschaft, der unabsichtlich fallen gelassen wird und das Leben einiger Hotelgäste durcheinander bringt. Der Kurzfilm wurde im Fairmont Le Montreux Palace realisiert und mit 5000 Franken honoriert.

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