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Volksabstimmung zum Flughafen Zürich: Initiative und Gegenvorschlag schaden Schweizer Tourismus

Bern, 27.10.2011

Am 27. November 2011 entscheidet die Zürcher Stimmbevölkerung über die Behördeninitiative «Keine Neu- und Ausbauten von Pisten» und den Gegenvorschlag.

Beide Vorlagen schaden der künftigen Entwicklung des Flughafens Zürich, dem Tourismus und somit auch dem wirtschaftlichen Wohlergehen des Kantons Zürich und der Schweiz. hotelleriesuisse empfiehlt daher die Ablehnung beider Vorlagen.

Ein wettbewerbsfähiges Luftfahrtsystem als wichtiger Teil des öffentlichen Verkehrssystems des Binnenlandes Schweiz ist für einen prosperierenden und nachhaltig wachsenden Schweizer Tourismus essentiell. Rund 35 Prozent aller ausländischen Gäste reisen per Flugzeug an , ein Grossteil über den Flughafen Zürich. Um neue Langstrecken-Destinationen und somit neue touristische Märkte erschliessen zu können, muss der Flughafen entwicklungsfähig bleiben.

Planungs- und Bauverbot mit gravierenden Auswirkungen

Die von 42 Zürcher Gemeinden eingereichte Behördeninitiative zielt darauf ab, das Gesetz für den Flughafen Zürich so zu ändern, dass der Bau neuer Pisten und der Ausbau bestehender Start- und Landebahnen nicht mehr möglich sind. Der Gegenvorschlag der Vereinigung Flugschneise Süd Nein VFSN übernimmt alle Forderungen der Behördeninitiative und geht noch weit darüber hinaus. Zusätzlich zum Planungs- und Bauverbot der Initiative wird unter anderem auch ein Verbot aller Verbesserungen an den Schnellabrollwegen verlangt. Weiter sollen neue Flugrouten, die nach dem Jahr 2000 eingeführt wurden, verboten werden.

  • Initiative und Gegenvorschlag behindern die Reisefreiheit: Die Einschränkungen hätten Engpässe am Flughafen mit gravierenden Auswirkungen für alle Reisenden zur Folge. Immer kompliziertere An- und Abflugverfahren würden zu grossen Umwegen führen. Die Streichung von Flügen und Destinationen wäre unumgänglich. Letztlich riskiert Zürich, den Anschluss an das internationale Geschehen zu verlieren.
  • Initiative und Gegenvorschlag sind kurzsichtig: Eine Annahme der Vorlagen verunmöglicht eine effizientere und sicherere Nutzung des heutigen Pistensystems. Die Handlungsfähigkeit der Flughafen Zürich AG und die Entwicklung dieser wichtigen Luftverkehrsinfrastruktur würden massiv eingeschränkt. Dies bedeutet gleichzeitig einen Verlust der Zukunftsperspektiven für die Unternehmen am Flughafen und ihre Mitarbeitenden, aber auch für international tätige Firmen sowie deren Zulieferer.
  • Initiative und Gegenvorschlag sind unnötig: Das Zürcher Stimmvolk hat bereits mit dem heutigen Flughafengesetz bei jedem Pistenbau und -umbau das letzte Wort.

Aus diesen Gründen empfiehlt hotelleriesuisse den Stimmberechtigten des Kantons Zürich, am 27. November sowohl die Initiative wie auch den Gegenvorschlag abzulehnen.

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