Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Motion zur steuerlichen Vereinfachung von Packages im Ständerat eingereicht

15.03.2018

Mit der eingereichten Motion sollen mehr Leistungen wie z.B. ein Skipass in ein Package inkludiert werden können und dabei gesamthaft zum tieferen MWST-Sondersatz versteuert werden. Neu dürfte ein Package zu 45% Leistungen enthalten, die nicht direkt mit der Übernachtung in einem Zusammenhang stehen (bisher lediglich 30%). Dies würde den unternehmerischen Spielraum erhöhen, die MWST-Abrechnung vereinfachen und die MWST-Abgaben verringern.

Die Motion des Bündner Ständerats Stefan Engler wird von hotelleriesuisse im weiteren parlamentarischen Verfahren aktiv unterstützt werden, da die Hotellerie von der bisherigen Regelung stark betroffen ist und in der unternehmerischen Freiheit eingeschränkt wird. Ein Package zu schnüren ist ein zusätzlicher Aufwand für die Hoteliers und mit zusätzlichem Kontrollaufwand verbunden. In der Praxis wurde der 30%-Anteil wertmässig schnell überschritten, so dass mehrwertsteuerrechtlich kein Package mehr geschnürt werden konnte. Wenn die Steuervereinfachung zum MWST-Sondersatz nicht in Anspruch genommen werden kann, ist ein Package sowohl für die Hoteliers als auch für die Gäste weniger interessant, da es komplizierter und teurer wird. Packages werden jedoch von den Gästen gewünscht, da ihnen dadurch eine grössere Vielfalt geboten wird. Ferner ist die Bildung eines Packages in der Nebensaison noch schwieriger, da ein tieferer Preis für die reine Übernachtung verlangt werden muss und damit der sonstige Anteil wertmässig auch tiefer sein muss. Es braucht deshalb mehr unternehmerischen Spielraum durch die Umwandlung der 70/30-Regel in eine 55/45-Regel.
Ein flexibilisierter Gesetzesartikel würde ferner zu einem Anstieg der Wettbewerbsfähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette führen. Durch die Bündelung von verschiedenen Leistungen bekommen die Akteure einen Anreiz, ihre Leistungen gemeinsam zu vermarkten, was die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz insgesamt erhöht und für weiteres Wachstum und Beschäftigung sowie höhere Steuereinnahmen sorgt.
Davon würden neben der Hotellerie viele Branchen wie beispielsweise der Detailhandel oder Bäckereien aber auch die Konsumenten profitieren. 

Weitere Informationen

zurück zur Übersicht