Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Hoteliers blicken verhalten zuversichtlich in die Zukunft

24.09.2014

Die Hotellerie schätzt das laufende Jahr im Vergleich zum Vorjahr verhalten optimistisch ein. Das zweite Halbjahr dürfte wohl ähnlich abschneiden wie jenes im letzten Jahr. Dies geht aus einer Umfrage unter Hoteliers hervor, die hotelleriesuisse zwei bis drei Mal pro Jahr durchführt. Die Resultate geben den Eindruck der Direktbetroffenen wieder und ergänzen dadurch offizielle Prognosedaten und Analysen auf wertvolle Art und Weise.

Hinsichtlich der Logiernächtezahlen im ersten Halbjahr 2014, die das Bundesamt für Statistik  Anfang August publiziert hat, hat hotelleriesuisse wiederum unter seinen Mitgliedern eine elektronische Umfrage durchgeführt, um den Puls der Branche zu spüren und eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in der Hotellerie zu erhalten. Im Zentrum stehen jeweils die vergangene und die laufende Saison sowie eine Prognose für die Preisentwicklung und die Frage nach den Herausforderungen und Chancen für die Branche.

Resultate der Umfrage

Von den über 100 Rückmeldungen, die aus sämtlichen Tourismusregionen sowie je zur Hälfte aus den städtischen und Land-/Bergregionen stammen, können die Resultate wie folgt zusammengefasst werden:
 
1. Im Vergleich zum Vorjahr wird von 40 Prozent der Umfrageteilnehmenden der Städtehotellerie und von über 50 Prozent der Teilnehmenden aus den Berg- und Landregionen der Verlauf des ersten Halbjahres 2014 als besser eingeschätzt als im letzten Jahr.

2. Ein Ausblick auf das zweite Halbjahr gestaltet sich aufgrund oft kurzfristiger Buchungen schwierig. Sowohl die Städtehotellerie als auch die Berg- und Landregionen sehen dem zweiten Halbjahr verhalten optimistisch entgegen – gut die Hälfte geht von einem gleich guten Verlauf wie im Vorjahr aus, ein Viertel erwartet ein schlechter verlaufendes Geschäft.

3. Knapp 60 Prozent der Umfrageteilnehmenden gehen davon aus, dass sich die Preise im Jahr 2014 nicht verändern werden. Hier zeigen sich aber regionale Unterschiede: In der Städtehotellerie gehen nur 40 Prozent von keiner preislichen Veränderung aus, und ein Drittel erwartet eine Preisentwicklung weiter nach unten. In den Alpin- und Landregionen erwarten 70 Prozent eine gleich bleibende Entwicklung der Preise.

4. Als wichtigste Herausforderungen für die Branche wurden genannt:

  • Währungssituation Franken – Euro
  • Hochpreisinsel Schweiz
  • Buchungsplattformen

5. Als grösste Chancen wurden genannt:

  • Gäste aus neuen Märkten
  • Hohes Qualitätsniveau in der Schweiz
  • Positive Wirtschaftsaussichten in Europa bzw. in den wichtigsten Quellmärkten

Obwohl die Resultate nur eine verhältnismässig kleine Stichprobe umfassen, erlauben sie einen relativ guten Ausblick auf den Verlauf der kommenden Saisons. Vergleicht man jeweils die Ergebnisse der Umfrage mit der tatsächlichen Entwicklung der Logiernächtezahlen, stimmt die Entwicklung mit der Prognose durch die Branche meist gut überein – sowohl in den Städten als auch in den klassischen Feriendestinationen.

Betriebe, die an der Umfrage teilnehmen möchten, können sich via politik@hotelleriesuisse.ch melden. Das Ausfüllen der Umfrage dauert eine Minute und ist auf Wunsch anonym.

zurück zur Übersicht