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MWST: Verlängerung für die Hotellerie entscheidend

26.07.2012

Der aktuelle MWST-Sondersatz für Beherbergungsleistungen von 3,8 Prozent gilt bis Ende 2013. Im Sinne der Kontinuität erachtet hotelleriesuisse eine Weiterführung als äusserst wichtig. Der Sondersatz soll zum Tragen kommen, bis ein neues Satzregime implementiert wird, oder aber bis mindestens Ende 2017.

Der Sondersatz für Beherbergungsleistungen ist ein wichtiges Instrument, das sich in den letzten Jahren bewährt hat. Die Beherbergungswirtschaft wird durch den Sondersatz um rund 150 Millionen Franken steuerlich entlastet. Der Sondersatz trägt zur Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den europäischen Mittbewerbern bei. Er ist demzufolge geeignet, über eine Stimulation der Nachfrage das Wachstum und dadurch den Aufschwung im Tourismus zu unterstützen.

Grosser Nutzen für die Hotellerie

  • Der MWST-Sondersatz ist nicht nur ein wesentliches Instrument zur Nachfrageförderung in der Hotellerie, sondern trägt auch zur Steigerung des Bruttoinlandproduktes bei. Vom Tourismus als Querschnittsbranche profitieren nicht nur entlegene Landesteile, sondern die gesamte Wirtschaft. Im Schnitt geben Touristen rund zwei von drei Franken in tourismusfernen Branchen aus.
  • Im EU-Raum sehen 24 von 27 Staaten einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen vor. In einer preissensiblen Branche wie dem Tourismus trägt der Sondersatz zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit bei.
  • Die Hotellerie muss zu inländischen Preisen einkaufen und sollte zu ausländischen Preisen verkaufen – dabei brechen die Margen weg. Der Sondersatz für Beherbergungsleistungen kann diese Unterschiede zwar nicht wettmachen; gleiche Rahmenbedingungen, wie unsere Mitbewerber sie kennen, sind aber für die Schweizer Hotellerie ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige, marktorientierte Strukturentwicklung.

Weiterführung eminent wichtig

In Anbetracht der Einführung eines neuen Satzregimes in den nächsten Jahren ist eine Weiterführung des Sondersatzes auch aus finanzpolitischer Sicht zu unterstützen. Zudem fällt im Jahre 2017 die befristete Anhebung der MWST-Sätze zur Zusatzfinanzierung der IV weg, was eine Neubeurteilung der MWST-Sätze zur Folge hat.

Die Weiterführung generiert keine zusätzlichen Kosten, ist für die Hotellerie aber eminent wichtig. Keine Weiterführung würde eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen bedeuten und wäre gerade in der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Situation für die Branche kaum verkraftbar.

hotelleriesuisse strebt deshalb auf parlamentarischem Wege eine Weiterführung des MWST-Sondersatzes für Beherbergungsleistungen an.

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