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Schwierige Wintersaison und «hellere» Aussichten für den Sommer

24.06.2016

Die Wintersaison war geprägt von schlechten Schneeverhältnissen. Für den Sommer prognostiziert jedoch die Konjunkturforschungsstelle der ETH ein langsamen Anziehen der Konjunktur und damit eine leichte Zunahme der Übernachtungszahlen.

Im April ist die Zahl der Logiernächte um -2,9% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dabei wurden sowohl weniger inländische (-3,5%) als auch weniger ausländische (-2,5%) Gäste verzeichnet. Mit dem Monat April endete auch die Wintersaison 2015/2016. Neben dem starken Franken sowie den weltweit wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten war die Wintersaison von schlechten Schneeverhältnissen geprägt. Lediglich im März, vor allem um Ostern, kam es sogar in den Bergregionen zu positiven Zahlen, was vor allem auf die Schweizer Gäste zurückzuführen ist. Insgesamt verzeichnete das Bundesamt für Statistik während der Wintersaison einen Rückgang der Logiernächte von -277 000 bzw. -1,8% gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Dabei blieb die Zahl der Schweizer Gäste konstant und nahm geringfügig zu (+36 000 Logiernächte, +0.5%). Die ausländischen Gäste nahmen insgesamt um 3,8% (-313 000) ab. Obwohl bei den aussereuropäischen Gästen, allen voran aus dem asiatischen Raum (+28 000 Logiernächte, +2,1%), den Golfstaaten (+35 000 Logiernächte, +19,2%) ein Logiernächteplus entstand, verbuchten die europäischen Länder ein deutliche Abnahme (-354 000 Logiernächte, -6,0%). Insgesamt am stärksten betroffen vom Logiernächterückgang der Wintersaison 2015/2016 waren Graubünden (-180 000 Logiernächte, -6,6%), Wallis (-85 000 Logiernächte, -4,2%), das Berner Oberland (-56 000 Logiernächte, -3,8%) und die Region Basel (-19 000 Logiernächte, -2,7%).

Für die Sommersaison 2016 prognostiziert die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) in ihrer Tourismusprognose vom 31. Mai 2016 «hellere» Aussichten für den Schweizer Tourismus. Durch ein langsames Anziehen der Konjunktur und einen stabileren Wechselkurs rechnet die KOF für diesen Sommer mit einer Zunahme der Übernachtungszahlen von 1,3% bei den inländischen und 1,5% bei den ausländischen Gästen.
Die KOF erwartet dies vor allem in den Städten aufgrund der steigenden Beliebtheit der Städtereisen, der Verschiebung der Gästestruktur hin zu den Fernmärkten und einer stabilen Nachfrage nach Geschäftsreisen. Aber auch für den Alpenraum erwartet sie im Sommer wieder leicht steigende Übernachtungszahlen.

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