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hotelleriesuisse beschliesst Nein-Parole zur «Milchkuhinitiative»

13.05.2016

hotelleriesuisse empfiehlt ein Nein zur Initiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» (Milchkuhinitiative), über die das Schweizer Stimmvolk am 5. Juni 2016 abstimmt. Die Finanzierungsprobleme der Strasseninfrastruktur würden bei einem Ja nur in andere Bereiche verschoben und nicht nachhaltig gelöst. Zu den Volksinitiativen «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» sowie «Pro Service Public» empfiehlt der Verband ebenfalls ein Nein.

hotelleriesuisse befürwortet eine ganzheitliche Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur, da der Tourismus auf eine umfassende Verkehrsinfrastruktur angewiesen ist. Mit der Vorlage Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) und dem derzeit diskutierten unbefristeten Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) ist dies gegeben. Die Finanzierungsprobleme der Strasseninfrastruktur werden mit der «Milchkuhinitiative» lediglich verschoben und führen zu massiven Einnahmeausfällen beim Bund von 1,5 Mia. Franken. In der heutigen Regelung kommen 50 Prozent der Mineralölsteuereinnahmen direkt der Strasseninfrastruktur zugute, was hotelleriesuisse für ausgewogen und die «Milchkuhinitiative» deshalb für entbehrlich hält.

Keine Experimente – Nein zum «bedingungslosen Grundeinkommen»

Branchen mit niedrigeren Löhnen und mit einem hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten wie die Hotellerie wären durch das bedingungslose Grundeinkommen besonders stark betroffen, da der Anreiz, in diesen Branchen zu arbeiten, gering wäre. Der Wegfall der Sozialversicherungen kompensiert den erhöhten Finanzbedarf für das Grundeinkommen nicht, womit die Steuern erhöht werden müssten.

Ablehnung der Volksinitiative «Pro Service Public»

Durch eine Annahme von «Pro Service Public» würde die Grundversorgung durch Bund und bundesnahe Unternehmen (insbesondere SBB, Swisscom und Post) schwächen anstatt stärken. Das Gewinnverbot führt  zu fehlenden Mitteln für Investitionen. Vor allem wird die unternehmerische Freiheit der Unternehmen eingeschränkt, so dass diese im Wettbewerb mit den privatwirtschaftlichen Akteuren nicht mehr bestehen können.

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