Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Ja zum Bau eines zweiten Strassentunnels am Gotthard

25.04.2013

hotelleriesuisse setzt sich für den Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels ohne Kapazitätserweiterung ein. Eine vorübergehende Sperrung hätte in den betroffenen Kantonen erhebliche negative Auswirkungen auf den Tourismus.

Im Rahmen der zwischen 2020 und 2025 anstehenden Sanierung muss der Gotthard-Strassentunnel für zirka 900 Tage vollständig gesperrt werden. Dies hätte für die betroffenen Kantone erhebliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und insbesondere auf den Tourismus. Von 32 500 Personen, die den Strassentunnel täglich passieren, tun dies 82 Prozent zu Freizeitszwecken. Damit kommt dem Tunnel insbesondere für den Tourismus der betroffenen Region eine grosse Bedeutung zu.

Für die Hotellerie in den betroffenen Regionen, welche ohnehin mit der unsicheren Wirtschaftslage und der Schuldenkrise in den europäischen Quellmärkten unter einem signifikanten Nachfrageeinbruch leidet, würde die Sperrung des Gotthard-Strassentunnels ein weiterer Rückgang der Logiernächte bedeuten. Entlang der Ausweichrouten würde sich die Verkehrsbelastung weiter verstärken. Durch den Umfahrungsverkehr befürchtet die Hotellerie in diesen Regionen einen Rückgang der Gäste.

Der Bau einer zweiten Röhre mit einspuriger Fahrbahn würde aber auch die Zuverlässigkeit der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung der Schweiz steigern und deren Sicherheit verbessern. Der Gotthard-Strassentunnel in seiner Rolle als wichtigste Nord-Süd-Verbindung ist ein Nadelöhr und aufgrund der Befahrung in zwei Richtungen für Unfälle anfällig. Eine langfristige Schliessung führt als Folge zu gewichtigen Engpässen auf dem alpenquerenden Strassennetz.

Im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Tourismus kommt für hotelleriesuisse nur der Bau einer zweiten Strassenröhre ohne Kapazitätserweiterung vor der Sanierung in Frage. Eine Tunnelgebühr lehnt der Verband ab – zu gross ist die Gefahr der Umfahrung über bereits stark belastete alternative Routen.

zurück zur Übersicht