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Entscheid zum Zweitwohnungsgesetz

30.03.2017

Der Ständerat will unrentablen Hotels keine hundertprozentige Umnutzung in Zweitwohnungen ermöglichen. Dies hat er in der Frühjahrssession entschieden.

Das Zweitwohnungsgesetz ist Anfang 2016 in Kraft getreten. Seither dürfen in den betroffenen Gemeinden unrentable Hotels lediglich zu 50 Prozent in Zweitwohnungen umgenutzt werden. Diese Regelung ist kaum umsetzbar, denn die Nutzung der verbleibenden 50 Prozent der Fläche gestaltet sich schwierig: In vielen Gemeinden der Bergregionen besteht schlicht keine Nachfrage an weiteren Erstwohnungen.

Um diese Situation zu verbessern, hat der Walliser Ständerat Beat Rieder eine Motion eingereicht. Diese fordert, dass unrentable Hotels zu hundert Prozent in Zweitwohnungen umgenutzt werden dürfen. Die Motion hätte bestmögliche Rahmenbedingungen geschaffen, ohne den Geist der Zweitwohnungsinitiative zu unterminieren:

  • Viele betroffene Hotels sind in Familienbesitz; für diese wäre die Gesetzesanpassung eine grosse Entlastung
  • Keine geschlossenen Hotels inmitten der Dörfer
  • Keine zusätzliche Zubetonierung der Landschaft


Obwohl es im Rat unbestritten war, dass die aktuelle Regelung untauglich ist, wollte der Ständerat das Gesetz nicht bereits nach so kurzer Zeit revidieren und hat sich mit 22 zu 18 Stimmen gegen die Motion ausgesprochen.

Für hotelleriesuisse ist dieser Entscheid unverständlich und enttäuschend. Der Ständerat hat es verpasst, eine ausgewogene Lösung für unrentable Hotelbetriebe zu schaffen und den betroffenen Hotels eine sinnvolle Möglichkeit zum Marktausstieg zu bieten.

Das Gesetz soll vier Jahre nach Inkrafttreten einer umfassenden Überprüfung unterzogen werden. hotelleriesuisse setzt sich weiterhin dafür ein, dass die nötigen Gesetzesanpassungen dann vorgenommen werden.

Erfahren Sie im Merkblatt von hotelleriesuisse, welche Möglichkeiten Hotels bezüglich Zweitwohnungen oder touristisch bewirtschafteten Wohnungen zur Verfügung stehen.

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