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Ständerat will Knebelverträge in der Hotellerie verbieten

29.03.2017

Mit 34 zu 5 Stimmen bei 4 Enthaltungen möchte der Ständerat die sogenannte enge Paritätsklausel verbieten. Die internationale Wettbewerbssituation und das Verhindern eines massiven Eingriffs in die Preispolitik der Hoteliers waren die entscheidenden Kriterien für dieses Resultat.

Für den Ständerat ist klar, dass die Hauptkonkurrenten des Schweizer Tourismus, die die enge Paritätsklausel bereits verboten haben – Deutschland, Frankreich, Österreich und bald Italien – einen klaren Wettbewerbsvorteil ausspielen können, wenn die Schweiz deren Beispiel nicht schnellstmöglich folgt. Die Betrachtung der internationalen Wettbewerbssituation war somit ausschlaggebend für den Ständeratsentscheid. 

Durch den Megatrend hin zu Online-Buchungen wäre die Schweizer Hotellerie aktuell in der digitalen Welt «abgehängt» und nicht mehr konkurrenzfähig. Die Folgen sind heute schon spürbar, da selbst Stammgäste vermehrt online buchen. Die Margen erodieren weiter, was zukünftige Investitionen hemmt.
Weiter kommt der Ständerat zum Schluss, dass die Online-Buchungsplattformen die Preispolitik der Schweizer Hotels durch die enge Paritätsklausel massiv einengen. Die eigene Website ist und bleibt das Aushängeschild eines Hotels und muss frei zu bewirtschaften sein.

Das klare Votum durch den Ständerat zeigt, dass die Politik die Thematik und derzeitige Lage der Schweizer Hotellerie ernst nimmt und schnelle Handlungsfähigkeit beweist.
Nun ist der Nationalrat am Zug dem Votum des Ständerats zu folgen und einen klaren Entscheid zugunsten der Schweizer Hotellerie zu treffen.

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