Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

28.03.2013

Das Personenfreizügigkeitsabkommen steht im elften Jahr seines Bestehens unter Druck. Braucht die Hotellerie ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Die Personenfreizügigkeit gerät immer mehr unter Druck – die Anwendung der Ventilklausel steht im Frühling erneut zur Debatte. Verschiedene Volksinitiativen sind eingereicht, die eine Begrenzung der Zuwanderung fordern und bei einer Annahme das Personenfreizügigkeitsabkommen massiv gefährden. Ein Wegfall des Personenfreizügigkeitsabkommens wäre jedoch für unsere Branche fatal.

Branche braucht ausländische Arbeitskräfte

Aus der Hotellerie sind die ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr wegzudenken. Der Ausländeranteil im Gastgewerbe beträgt zwischen 47 bis 50 Prozent. Im Jahr 2011 leisteten ausländische Arbeitskräfte 212 Millionen Arbeitsstunden in unserer Branche – 17 Millionen mehr als die Schweizer. Auch die Wiedereinführung der Kontingentierung der B-Bewilligungen für Staatsangehörige aus den EU-17-Staaten, wie dies die Ventilklausel vorsieht, bringt die Hoteliers in Bedrängnis. 91,5 Prozent der 2012 aus Europa in die Branche eingewanderten Personen, die eine B-Bewilligung erhalten haben, stammen aus den EU-17-Staaten, vor allem aus Deutschland, Italien und Portugal.

Vorstösse bieten keine Lösungen

hotelleriesuisse ist sich den Herausforderungen, die mit der Zuwanderung einhergehen, bewusst. Diese sind allerdings nicht mit der Abschaffung der Personenfreizügigkeit oder der Anwendung von Ventilklauseln zu lösen. Aus diesem Grund kann sich der Verband weder hinter die Volksinitiativen stellen noch eine allfällige Anwendung der Ventilklausel befürworten.

Für eine branchenunabhängige gesamtschweizerische Sicht auf die Zuwanderungspolitik verweisen wir auf die Broschüre «Darum braucht die Schweiz die Zuwanderung», die vom Arbeitgeberverband und von economiesuisse herausgegeben wird und allen Mitgliedern Ende Februar zugestellt worden ist.

zurück zur Übersicht