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Polit-Dîner im Zeichen des touristischen Wandels

19.12.2013

Am 9. Dezember 2013 haben hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz die Parlamentarierinnen und Parlamentarier zum jährlichen Polit-Dîner in Bern eingeladen. Höhepunkt des Anlasses war die Auszeichnung von Jean-René Germanier und Urs Schwaller als tourismusfreundlichste Parlamentarier.

Der jährliche Parlamentarieranlass fand dieses Jahr unter dem Motto «Traditionen im Wandel – Mit der Schweizer Hotellerie auf Zeitreise» im Hotel Schweizerhof in Bern statt. Jemima Morrell, Teilnehmerin der ersten Thomas Cook Pauschalreise in die Schweiz 1863, hat die Gäste auf eine Zeitreise in die touristische Vergangenheit der Schweiz begleitet.

Tourismusfreundlichster National- und Ständerat

Höhepunkt des Abends war traditionsgemäss die Auszeichnung des tourismusfreundlichsten National- und Ständerates. Diese basiert auf einer Abstimmungsanalyse, die hotelleriesuisse während den Sessionen erstellt. Im Nationalrat hat sich dieses Jahr Jean-René Germanier besonders für den Tourismus eingesetzt. Während sich im Ständerat Urs Schwaller als Sprachrohr der Branche ausgezeichnet hat.

Politische Schlüsselthemen 2014

hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz haben zudem im Rahmen des Parlamentarieranlasses die politischen Schlüsselthemen 2014 präsentiert. Für die Beherbergungsbranche steht auch im kommenden Jahr die Umsetzung von günstigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Zentrum.

  • Mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) verfügt die Schweiz über ein bewährtes tourismuspolitisches Instrument. hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz unterstützen den Vorschlag des Bundesrates, ihren Aufgabenkatalog zu erweitern, und mit der neuen Regionalpolitik zu koordinieren. Ebenfalls begrüsst wird das Impulsprogramm Tourismus 2016-2019. Die befristete Erhöhung der finanziellen Mittel für die neue Regionalpolitik und Innotour erlaubt die Umsetzung neuer Wachstumsmodelle wie die verstärkte Kooperation zwischen touristischen Anbietern.
     
  • hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz lehnen die Mindestlohninitiative ab. Der Staat soll keine Mindestlöhne festlegen. Dies muss den Sozialpartnern überlassen werden. Diese kennen die Gegebenheiten und die Produktivität in einer Branche. In der Beherbergungsbranche würde das sorgfältig ausgehandelte Mindestlohngefüge gefährdet und der staatliche Mindestlohn hätte einen massiven Kostenschub zur Folge.
     
  • hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz stehen hinter der Personenfreizügigkeit. Deshalb werden die Initiative «Gegen Masseneinwanderung» und die ecopop-Initiative abgelehnt. Sie sind nicht mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen vereinbar und widersprechen der bewährten Praxis des bilateralen Weges. Die Rekrutierung von ausländischen Mitarbeitern, auf die unsere personalintensive Branche angewiesen ist, würde mit ihrer Annahme massiv erschwert.
     
  • hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz lehnen die Initiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)» ab. Ihre Annahme hätte folgenschwere Konsequenzen für familieninterne Nachfolgemöglichkeiten und die Investitionstätigkeit in der Beherbergung. Eine nationale Erbschaftssteuer könnte zu einer Abnahme des für innovative Projekte vorgesehenen Risikokapitals führen.
     
  • Eine tourismusfreundliche Ausgestaltung der Zweitwohnungsgesetzgebung ist für die Entwicklung der Schweizer Beherbergungswirtschaft zentral. Die Umnutzung nicht mehr rentabler Betriebe muss erlaubt bleiben, damit ein natürlicher Strukturwandel stattfinden kann. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, die Finanzierung von Neu- oder Umbauten strukturierter Beherbergungsbetriebe teilweise über den Verkauf von Wohnungen zu unterstützen.
     
  • hotelleriesuisse und Parahotellerie Schweiz wehren sich gegen die vom Bundesrat vorgeschlagene Mediensteuer (Ersatz Billag-Gebühren), die Beherbergungsbetriebe mit einem Jahresumsatz von über 500 000 Franken zu entrichten hätten. Diese Umsatzschwelle ist willkürlich und nicht nachvollziehbar. Die Branche wäre massiv von dieser Abgabenerhöhung betroffen und lehnt das revidierte Radio- und Fernsehgesetz deshalb ab.
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