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hotelleriesuisse setzt auf einen unbürokratischen Inländervorrang

30.11.2016

Der definitive Entscheid zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ist aus Sicht von hotelleriesuisse das wichtigste Geschäft der aktuellen Wintersession. Gemeinsam mit seinen Verbündeten setzt sich der Verband für einen Inländervorrang ohne teure bürokratische Massnahmen ein.

Am 28. November beginnt die Wintersession. Das wichtigste Geschäft aus der Sicht von hotelleriesuisse ist der definitive Entscheid zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Die Mehrheit der zuständigen Kommission des Ständerats hat in diesem Zusammenhang die Vorschläge des Nationalrats massiv verschärft, wodurch der bürokratische Aufwand und die Kosten für die Hoteliers bei der Personalrekrutierung bedeutend erhöht würden. Die vorgeschlagenen Massnahmen kämen unabhängig von der tatsächlichen Zuwanderung zum Tragen, sind also de facto Arbeitsmarktmassnahmen. Obwohl der Verband, gemeinsam mit seinen Verbündeten der arbeitsintensiven Branchen (GastroSuisse, Swissstaffing und Baumeisterverband) einen Inländervorrang befürwortet, muss dieser mit einem Mindestmass an Bürokratie und nicht wettbewerbsverhindernd ausgestaltet werden können:

hotelleriesuisse begrüsst die Meldepflicht von offenen Stellen. Ausserdem soll es den RAV ermöglicht werden, den Arbeitgebern Dossiers von geeigneten Kandidaten zuzuweisen. Jedoch lehnt der Verband obligatorische Bewerbungsgespräche vehement ab, da Stellen – gerade auch in der Saisonhotellerie – rasch und unbürokratisch besetzt werden müssen. Zwangsvorstellungsgespräche hingegen sind enorm zeit- und kostenintensiv und daher für viele Betriebe, insbesondere für KMU ohne eigene HR-Abteilung, kaum umsetzbar. hotelleriesuisse ist überzeugt, dass es für die Arbeitgeber problemlos möglich ist, aufgrund eines Dossiers zu entscheiden, ob der Bewerber ein Stellenprofil erfüllt oder nicht. Zusätzlich würden die hohen Strafen bei Nichterfüllen der Vorgaben gerade kleinere Betriebe existentiell gefährden.

Viele Hotels sehen sich bereits heute mit der Problematik konfrontiert, geeignetes Personal zu finden. Daher ist es nicht akzeptabel, die Arbeitslosenquote als alleiniges Kriterium für eine durchzuführende Massnahme anzuwenden. Um einen geeigneten Bewerber zu finden
und die Hotellerie nicht zu benachteiligen, müssen zwingend weitere Indikatoren berücksichtigt werden. Dazu gehört beispielsweise die Anzahl der offenen Stellen oder die   Dauer der Suche, die ein Arbeitgeber aufwenden muss, um den passenden Kandidaten zu finden.

hotelleriesuisse wird sich in diesem Zusammenhang und im Rahmen des weiteren politischen Prozesses vehement für die Interessen der Branche einsetzen. 

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