Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Zweitwohnungsgesetz tritt Anfang 2016 in Kraft

15.12.2015

Mit dem neuen Zweitwohnungsgesetz geht eine lange Zeit der Rechtsunsicherheit zu Ende. Offen bleiben dennoch Fragen zur praktischen Umsetzung der Regelung, dass unrentable Hotels nur zu 50 Prozent der Hauptnutzfläche in Zweitwohnungen umgenutzt werden dürfen.

Nach knapp vier Jahren der Rechtsunsicherheit tritt per 1. Januar 2016 das Zweitwohnungsgesetz in Kraft. Das Gesetz löst die Übergangsverordnung ab, die der Bundesrat im Sommer 2012 verabschiedet hatte, um die drängendsten Fragen zu klären.

Detailliertes Gesetz

Gemeinsam mit dem Gesetz hat der Bundesrat auch die dazugehörige Zweitwohnungsverordnung verabschiedet. Da das Gesetz bereits viele Details regelt, liefert die Verordnung nur wenig zusätzliche Vorgaben. Konkretisiert werden beispielsweise die Definition des strukturierten Beherbergungsbetriebes sowie die Vorgaben für die Gutachten, ob ein strukturierter Beherbergungsbetrieb Zweitwohnungen bauen darf oder nicht.

Umnutzung von unrentablen Hotels zu 50 Prozent

Die Umnutzung von unrentablen Hotels zu 50 Prozent der Hauptnutzfläche in Zweitwohnungen wird in der Verordnung nicht behandelt. Dies hat den Vorteil, dass der Bundesrat diese enttäuschende Regelung nicht weiter einschränkt. Ihre Umsetzung durch die Kantone und Gemeinden bedarf einer gewissen Flexibilität und den Einbezug der Marktbedürfnisse. hotelleriesuisse wird die Umsetzung dieser Regelung verfolgen und die Auswirkungen und Konsequenzen in den kommenden Jahren analysieren. 

Das Zweitwohnungsgesetz enthält folgende Regelungen:

  • Zulässig ist die Erstellung von Wohnungen, die touristisch bewirtschaftet werden (warme Betten). Solche Wohnungen können im Rahmen eines strukturierten Beherbergungsbetriebs erstellt werden, worunter Hotels und hotelmässige Residenzen zu verstehen sind.
  • Beherbergungsbetriebe können Neu- oder Umbauten durch den Verkauf von Zweitwohnungen bis zu einem Anteil von maximal 20 Prozent der Hauptnutzfläche mitfinanzieren, wenn dies für den Bau oder die Weiterführung des Betriebs erforderlich ist (Querfinanzierung). Werden diese Wohnungen als touristisch bewirtschaftete Wohnungen vermietet, so dürfen diese bis zu 33 Prozent der Hauptnutzfläche des Betriebs betragen. Zudem ist auch eine Mischrechnung erlaubt, wenn Zweitwohnungen sowohl verkauft als auch vermietet werden. Es dürfen jedoch keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.
  • Beherbergungsbetriebe können zu 50 Prozent der Hauptnutzfläche in Zweitwohnungen umgenutzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der betroffene Betrieb bereits seit mindestens 25 Jahren besteht, nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt und auch nicht in touristisch bewirtschaftete Wohnungen umgenutzt werden kann. Es dürfen keine überwiegenden Interessen entgegenstehen und die Tatsache, dass der betreffende Beherbergungsbetrieb nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt werden kann, darf nicht durch ein Fehlverhalten der Eigentümerin oder des Eigentümers beziehungsweise der Betreiberin oder des Betreibers verursacht worden sein.
zurück zur Übersicht