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Buchungsstand für Winter positiv – Herausforderungen bleiben

04.11.2019

Die Branche kann auf einen guten Sommer zurückblicken. In der kommenden Wintersaison erwarten die Mitglieder von HotellerieSuisse eine positive Entwicklung. Dies zeigen die Resultate einer internen Befragung.

Die Umfrage zur Lageeinschätzung zeigt, dass für 48 Prozent der Befragten die Sommersaison bis zum Umfragezeitpunkt besser verlief, als in der gleichen Periode im Vorjahr. Dies sind aber 9 Prozentpunkte weniger als in der letztjährigen Umfrage. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Logiernächtewachstum bereits auf hohem Niveau stattfindet. Gesamthaft haben ein "Mix" an positiven Faktoren zum guten Resultat beim Geschäftsgang beigetragen. Einerseits das wirtschaftliche Umfeld im In- und Ausland, andererseits das gute Wetter – besonders in ländlich-alpinen Regionen – haben sich positiv ausgewirkt.


Positiv gestimmt gehen die Teilnehmenden der Umfrage in die kommende Wintersaison 2019/2020. Bei total 54 Prozent der Befragten ist der Buchungsstand für die Wintersaison gleich wie im letzten Jahr. Über alle Regionen gesehen, rechnet sogar ein Fünftel mit einer besseren Wintersaison. 21 Prozent der Befragten in ländlich- alpinen Gebieten haben einen besseren Buchungsstand als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Der Anteil an Befragten, die eine schlechtere Wintersaison in ländlich-alpinen Gebieten voraussagen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte verringert. Die Befragten weisen jedoch darauf hin, dass eine genaue Prognose schwierig ist, weil Buchungen immer flexibler und kurzfristiger getätigt werden. Die entscheidenden Faktoren bleiben das Wetter und die wirtschaftliche Entwicklung im In- und Ausland.

Die wichtigsten Herausforderungen für die Geschäftstätigkeit sind für die Hoteliers die gleichen wie im letzten Jahr: die Währungssituation Franken-Euro, die Verfügbarkeit des Personals sowie die Hochpreisinsel Schweiz. Besonders in den ländlich-alpinen Regionen beeinflussen sie den operativen Betrieb stark. In den Städten sind alternative Beherbergungsformen und Buchungsplattformen ausserdem gewichtige Herausforderungen.

HotellerieSuisse ist mit einer Reihe von Massnahmen aktiv dabei, die Schwierigkeiten zu minimerien. So engagiert sich der Verband stark bei der «Fair-Preis»-Initiative, um die sogenannten Schweiz-Zuschläge auf Importe zu bekämpfen. Ausserdem hat der Verband im Rahmen von «Future Hospitality» Projekte zur Bekämpfung des Fachkräftemangels lanciert. Weiter sollen gemäss Auftrags des Parlaments die «engen Paritätsklauseln» zwischen Hotel und Online-Buchungsplattform verboten werden. Der Bundesrat ist aufgefordert, einen mehrheitsfähigen Gesetzesvorschlag zu erarbeiten.

HotellerieSuisse befragt regelmässig seine Mitglieder, um die wirtschaftliche Lage und die Herausforderungen der Branche zu erfahren. Rund 250 Mitglieder haben an der Umfrage teilgenommen.

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