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Verordnung über die Förderung der Beherbergungswirtschaft

29.10.2014

Durch die Revision der Verordnung über die Förderung der Beherbergungswirtschaft soll die Fördertätigkeit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) flexibilisiert und erweitert sowie der Beherbergungsbegriff modernisiert werden. Dies ist mit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative notwendig geworden. Die Verordnung ermöglicht der SGH einen grösseren Spielraum und damit mehr Flexibilität auf dem Markt bei der Finanzierung in der Beherbergungswirtschaft.

Schlüsselfunktion der SGH bei der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative

In seinem Bericht über die aktuelle Situation des Schweizer Tourismus und die zukünftige Tourismuspolitik hat der Bundesrat im Sommer 2013 unter anderem die Optimierung der Beherbergungsförderung vorgesehen. Ziel ist es, auch weiterhin gute Rahmenbedingungen für die Tourismusakteure zu schaffen. Der Tourismus und die Beherbergungswirtschaft im Speziellen sind von der Annahme der Zweitwohnungsinitiative stark betroffen. Der Entwurf des Zweitwohnungsgesetzes sieht vor, dass der Bau von bewirtschafteten Wohnungen auch weiterhin möglich sein soll. Dadurch könnten Neu- und Erneuerungsbauten von Hotels durch den Verkauf von Zweitwohnungen finanziert werden. Durch die Koordination der Zweitwohnungsgesetzgebung mit der Verordnung über die Förderung der Beherbergungswirtschaft kann der als Folge der Zweitwohnungsinitiative erwartete beschleunigte Strukturwandel im Tourismus abgefedert werden. hotelleriesuisse begrüsst deshalb die vorgeschlagene Anpassung der Verordnung, wodurch die SGH eine wichtige Schlüsselfunktion bei der tourismusgerechten Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative übernehmen kann.

Modernisierung des Beherbergungsbegriffs und Vergrösserung des finanziellen Spielraums der SGH

Durch die Annahme der Zweitwohnungsinitiative wird eine Flexibilisierung des Beherbergungsbegriffs notwendig, da sich die Grenzen zwischen unterschiedlichen Beherbergungsformen in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker vermischt haben. Die neue Begriffsdefinition ist in der Verordnung nun flexibler ausgestaltet und wird den heutigen Beherbergungskonzepten gerecht. Weiter soll der SGH die Möglichkeit gegeben werden, dass sie künftig bis zu 6 Millionen Franken und bis zu 40 Prozent des Ertragswertes pro Investitionsprojekt gewähren kann. Dies führt zu einem grösseren Spielraum bei der Finanzierung in der Beherbergungswirtschaft. Die Fördertätigkeit der SGH wird dadurch flexibilisiert und erweitert.

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