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Teilerfolge auf dem Weg zu einer effektiven Entlastung

23.01.2012

Die aktuelle Währungskrise hinterlässt zusammen mit der einbrechenden Konjunktur in der Schweizer Hotellerie deutliche Spuren. hotelleriesuisse hat sich vor diesem Hintergrund intensiv für rasch wirkende Sofortmassnahmen eingesetzt, insbesondere für eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen. Mit ersten Zwischenerfolgen.

In der Sommersaison 2011 gingen die Logiernächte europäischer Gäste gegenüber dem Vorjahr um 8.6 Prozent zurück, diejenigen aus dem wichtigsten Auslandmarkt Deutschland gar um 11 Prozent. Diese Zahlen offenbaren jedoch nur die halbe Wahrheit: Unsere Umfragen in der Branche zeigen, dass die Umsatzrückgänge, gerade in den Ferienregionen, bis zu 30 Prozent betragen.

Die Politik hat mittlerweile reagiert, nachdem Parlament und Verwaltung lange gezögert hatten. Ein wichtiges Anliegen von hotelleriesuisse, nämlich eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen, findet zunehmend politischen Rückhalt. So wurde eine entsprechende Motion in der Winterssession im Nationalrat angenommen. Kürzlich hat die Wirtschaftskommission der grossen Kammer einen ähnlichen Vorstoss gutgeheissen.

Wichtig ist dem Verband, dass kurzfristige Sofortmassnahmen gegen die Frankenstärke nicht mit ordnungspolitischen und den langfristigen wirtschaftspolitischen Zielen verwechselt werden dürfen. Die politische Grundhaltung von hotelleriesuisse ist im Tourismus- und wirtschaftspolitischen Leitbild verankert. So hat hotelleriesuisse seit Beginn der Mehrwertsteuerreform den Einheitssatz unterstützt. Dieser ist steuersystematisch richtig, führt zu volkswirtschaftlichen Wachstumseffekten und vermindert den administrativen Aufwand. Gegen die Frankenstärke sind jedoch kurzfristig ausserordentliche Massnahmen wie eben vorübergehende Mehrwertsteuersenkungen nötig. 

Der politische Weg ist jedoch noch steinig: Der Beschluss der Wirtschaftskammer des Nationalrates muss im Parlament noch bestätigt werden. Dafür gibt es einige Hürden zu überwinden. Für den weiteren erfolgreichen politischen Verlauf ist es zentral, dass künftig alle touristischen Organisationen gemeinsam unter dem Dach des Schweizerischen Tourismus-Verbands am gleichen Strick ziehen.

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