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MWST-Reform: Mehr Wettbewerb und weniger Administration für die Schweizer Hotellerie

30.01.2013

Die heute vom Bundesrat präsentierte Vorlage zur Reform der Mehrwertsteuer kommt der zentralen Forderung von hotelleriesuisse nach, Beherbergungs- und Restaurationsleistungen in einem tieferen Satz zu bündeln. Damit können die mit hohen Kosten konfrontierten Hoteliers teilweise entlastet und die Konkurrenzfähigkeit des Schweizer Tourismus gestärkt werden.

2011 entschied das Parlament, die Einheitssatzvorlage im Rahmen der laufenden Mehrwertsteuerreform an den Bundesrat zurückzuweisen mit dem Auftrag, ein Zweisatzmodell zu erarbeiten. Als Alternative zum Einheitssatz hat hotelleriesuisse eine Vorlage mit zwei Steuersätzen unter Aufhebung möglichst aller Ausnahmen stets als pragmatische Lösung erachtet. Mit dem nun vorliegenden Entwurf hat der Bundesrat signalisiert, dass es bei der Mehrwertsteuerreform den spezifischen Bedürfnissen der Hotellerie und Gastronomie Rechnung zu tragen gilt.

Gleich lange Spiesse schaffen

Erfreulich ist insbesondere, dass für gastgewerbliche Leistungen in den Bereichen Beherbergung und Restauration ein tieferer Satz angewendet werden soll. Gegenüber der Konkurrenz aus dem nahen Ausland hat die Schweizer Hotellerie mit vergleichsweise hohen Kosten zu kämpfen. Gleichzeitig wenden 24 von 27 Staaten in der Europäischen Union einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen an. Mit dem tieferen Satz kann die Kostenproblematik teilweise abgefedert und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie gestärkt werden. Die Reduktion auf zwei Sätze hat zudem einen Abbau der administrativen Belastung und eine Erhöhung der Rechtssicherheit zur Folge.

hotelleriesuisse hofft, dass sich nun auch das Parlament für eine tourismusfreundliche Ausgestaltung der Mehrwertsteuerreform ausspricht. Ebenso ist das Parlament aufgefordert, den Sondersatz für Beherbergungsleistungen bis Ende 2017 zu verlängern.

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