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hotelleriesuisse lehnt Zweitwohnungsinitiative und Ferieninitiative ab

19.01.2012

Am 11. März 2012 entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die verfassungsmässige Beschränkung des Anteils von Zweitwohnungen (Zweitwohnungsinitiative) und die Festschreibung des Rechts auf sechs Wochen Ferien für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Verfassung (Ferieninitiative). hotelleriesuisse lehnt beide Initiativen ab.

Zweitwohnungsinitiative fördert was sie verhindern will

Die Urheber der Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» fordern, den Anteil an Zweitwohnungen pro Gemeinde auf höchstens 20 Prozent am gesamten Wohnungsbestand zu beschränken. hotelleriesuisse spricht sich konsequent gegen diese verfehlte Strukturpolitik der Initiative aus. Ihre Annahme hätte in den Gemeinden, in welchen dieser Anteil heute bereits überschritten wird, faktisch einen Baustopp für Zweitwohnungen zur Folge. Gleichzeitig würden in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von weniger als 20 Prozent gerade jene Entwicklungen hervorgerufen, welche die Initiative andernorts zu unterbinden versucht. Auch der Bundesrat lehnt die Initiative ab und legt mit der bereits in Kraft getretenen Teilrevision des Raumplanungsgesetzes einen indirekten Gegenvorschlag vor. Damit wird die Problematik der «kalten Betten» erkannt und angegangen. Kantone und Gemeinden haben bereits entsprechende Massnahmen beschlossen oder sind daran, diese zu erarbeiten. Die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes wird von hotelleriesuisse mitgetragen.

Ferieninitiative höhlt Sozialpartnerschaft aus

Die Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle» will das Recht auf sechs Wochen Ferien für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Verfassung verankern. hotelleriesuisse lehnt dies ab. Bereits  seit Jahrzehnten sichert der Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) des Schweizer Gastgewerbes allen Angestellten fünf Wochen Ferien zu.

  • Die Ferieninitiative schadet den Betrieben
    Die Initiative würde die Lohnkosten ohne Berücksichtigung von Branchenproduktivität und Konjunkturentwicklung weiter erhöhen. Diese Zusatzbelastung käme zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn der starke Franken und der damit verbundene Rückgang der Logiernächte machen der Schweizer Hotellerie bereits heute zu schaffen.
  • Die Ferieninitiative schadet der Sozialpartnerschaft
    Die Regelungen der verschiedenen sozialpartnerschaftlichen Lösungen sind optimal auf die Bedürfnisse der Branchen und ihre Betriebe abgestimmt. Auch der L-GAV des Schweizer Gastgewerbes geht mit fünf Wochen Ferien weiter als die gesetzliche Regelung. Die Ferieninitiative verhindert mit ihrer starren Forderung flexible privatrechtliche Lösungen.
  • Die Ferieninitiative schadet den Arbeitnehmenden
    Die finanzielle Mehrbelastung für die Betriebe würde den Druck auf die Löhne erhöhen. Löhne würden reduziert oder Stellen abgebaut. Verlierer sind im Endeffekt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 

Zweitwohnungsinitiative

Ferieninitiative

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