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Nationalrat lehnt eine einheitliche Einziehung der Kurtaxen über Onlineplattformen ab

01.03.2018

Damit wurde eine Chance verpasst, mithilfe der Digitalisierung Bürokratie abzubauen und den Destinationen zu mehr Einnahmen aus den Kurtaxen zu verhelfen. Diese hätten zur Attraktivitätssteigerung der Destinationen verwendet werden können, wovon der gesamte Tourismusstandort und damit auch die Hotellerie profitiert hätten.

Die Motion von Nationalrat Dominique de Buman sah vor, dass die Kurtaxen bei jeder Buchung automatisch von den Onlineplattformen eingezogen und an eine zentrale Stelle überwiesen werden. Diese führt die Gelder anschliessend an die jeweiligen Gemeinden bzw. Kantone ab. Dieses Verfahren hat zwei wesentliche Vorteile.
Erstens wird Bürokratie abgebaut. Gemeinden und Kantone müssen die Zahlung der Kurtaxen nicht mehr überwachen und keine Mahnungen mehr ausstellen. Alles geschieht vollautomatisch. Zweitens bekommen die Gemeinden und Kantone bis zu 70 Mio. Franken mehr Geld für die touristische Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Das heisst ein Drittel mehr Mittel beispielsweise für den Skibus, für kostenloses W-Lan im öffentlichen Raum oder für Wegweisersysteme. Es wird deshalb mehr Geld eingenommen, da im Bereich der Parahotellerie bisher etwa 30-50 Prozent der Gastgeber die Kurtaxe nicht oder nur teilweise entrichten. Bei einem vollautomatischen Einzug könnte sich kein Anbieter mehr davor drücken. 
hotelleriesuisse bedauert den Entscheid des Nationalrats. Im Vorfeld hat sich hotelleriesuisse für die Motion engagiert. Es bleibt nun an den Kantonen und Gemeinden, die regionalen Kurtaxenreglemente bzw. kantonalen Gesetz so anzupassen, dass alle Anbieter, auch jene auf Onlineplattformen wie Airbnb, die Kurtaxe entrichten müssen. Dies würde gleich lange Spiesse mit der klassischen Hotellerie im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit schaffen.

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