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Vernehmlassungsverfahren zur definitiven Verankerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes eröffnet

29.11.2016

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat das Vernehmlassungsverfahren zur definitiven Verankerung des MWST-Sondersatzes eröffnet. hotelleriesuisse spricht sich in seiner Stellungnahme für die definitive Verankerung aus und setzt sich bei Verbänden, Verwaltung und regionalen Stellen für diese Position ein.

Zuvor hatte sich die Mehrheit der Kommission für die definitive Verankerung ausgesprochen, da sie die Schwierigkeiten der Beherbergungsbranche anerkennt, welche durch den schnellen Strukturwandel und Wechselkursschwankungen entstanden sind. Die Minderheit der Kommission lehnt die unbefristete Verankerung jedoch ab. hotelleriesuisse setzt sich bei Verbänden und Verwaltungen auf Stufe Bund und Kantonen dafür ein, dass diese eine eigene Stellungnahme in unserem Sinne abgeben. Die Vernehmlassung läuft noch bis zum 20. Februar 2017.

Aus folgenden Gründen unterstützt hotelleriesuisse den unbefristeten Sondersatz:

  • Eine Abschaffung des Sondersatzes würde die Branche nachhaltig schwächen.  Die Beherbergungsbranche befindet sich seit Jahren in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation, die durch den schnellen Strukturwandel und Wechselkursschwankungen entstanden ist. Eine Abschaffung des MwSt-Sondersatzes würde die Situation dauerhaft verschärfen.
  • Beherbergungssatz als bewährtes Mittel
    Volk und Politik haben vermehrt am Status Quo bei der Mehrwertsteuer festgehalten, eine definitive Verankerung des Beherbergungssatzes kommt diesem Wunsch nach. Nach 20 Jahren Provisorium muss der Beherbergungssatz definitiv im Mehrwertsteuer-Gesetz verankert werden. Dies schafft Planungssicherheit!
  • Die Wettbewerbsfähigkeit unterstützen 
    In einer preissensiblen Branche wie dem Tourismus bildet der Beherbergungssatz ein wirksames Mittel zur Unterstützung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
    25 der 28 EU-Staaten wenden einen Mehrwertsteuer-Sondersatz an.
  • Das hohe Kostenniveau in der Schweiz bekämpfen
    Das Gastgewerbe der umliegenden Länder (Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien) kann seine Vorleistungen um rund 20 Prozent günstiger beziehen als das Schweizer Gastgewerbe. Die Arbeitsleistung wird dort um mehr als 50 Prozent weniger vergütet. Der Satz für Beherbergungsleistungen kann diese Unterschiede zwar nicht wettmachen; gleiche Rahmenbedingungen, wie unsere Mitbewerber sie kennen, sind aber für die Schweizer Hotellerie ein wichtiger Faktor.
  • Der Sondersatz verursacht keine zusätzlichen Kosten
    Eine Verankerung des Beherbergungssatzes generiert keine Steuerausfälle und kommt einem Erhalt des Status Quo gleich.
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