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hotel.digital zeigt individuelles Potenzial für Digitalisierung auf

23.08.2018

Das Innotourprojekt «Digitalisierung in der Schweizer Hotellerie» wurde von hotelleriesuisse gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und der HTW Chur realisiert. Die Onlineplattform www.hotel.digital vereint verschiedene Anwendungen und liefert individuelle und konkrete Ansätze, wie sich der eigene Betrieb digital fit machen kann. Gestartet wird mit einer Beta-Version im September.

Vor knapp einem Jahr wurde das Projekt «Digitalisierung in der Hotellerie» von hotelleriesuisse, der HTW Chur und der Fachhochschule Nordwestschweiz ins Leben gerufen. Finanziert wird es mit Innotour, dem Förderkonzept vom SECO für Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus.
«Wir erhielten von beiden Fachhochschulen fast zeitgleich eine Anfrage für ein solches Projekt. Die zwei Ansätze waren unterschiedlich aber spannend. Es war schnell klar, dass wir beide Herangehensweisen verknüpfen möchten» sagt Barbara Friedrich, übergeordnete Projektleiterin auf Seiten hotelleriesuisse und Leiterin der ERFA-Gruppen des Verbandes.
Ziel des Projektes ist es, das digitale Potenzial in der Hotellerie auszuschöpfen. Die daraus entstandene Onlineplattform hat zum Ziel, dass die Betriebe konkrete Arbeitsinstrumente und Ansätze erhalten, um sich für die digitale Transformation zu rüsten.


Dabei wurde berücksichtigt, wie unterschiedlich Betriebe und wie verschieden ihre Bedürfnisse und Voraussetzungen rund um das Thema Digitalisierung sind. Damit jeder Betrieb unabhängig seines Digitalisierungsgrades von der Plattform hotel.digital profitieren kann, wurde sie modular und flexibel aufgebaut. Wenn gewünscht, kann ein Betrieb einen abgestimmten Prozess durchlaufen, da die fünf Tools miteinander verknüpft sind. Es ist aber auch möglich die Anwendungen einzeln zu nutzen.  

Folgende fünf Anwendungen bietet die Plattform an:
1    Inspiration und Mut finden

Acht Kurzvideos porträtieren verschiedene Hotelbetriebe und zeigen auf, wie vielfältig der Weg in die Digitalisierung aussieht. Für Dr. Jan Mosedale, Projektleiter von der HTW Chur ist es wichtig, dass diese Fallbeispiele ein Gespür dafür vermitteln, welche Anstrengungen für welchen Betrieb zielführend sein können. Denn um digital zu sein, muss nicht jedes Hotel einen Pepper an der Reception haben.
 
2    Wo steht der Betrieb und wo lässt sich Potenzial nutzen

Mit dem Tool Standortbestimmung kann in durchschnittlich 30 Minuten herausgefunden werden, über welches digitale Equipment der Hotelbetrieb bereits verfügt, in welchen Bereichen Potenzial besteht und welches Rüstzeug für den Schritt in die Digitalisierung empfohlen wird.
Mitglieder von hotelleriesuisse profitieren zudem von der Verknüpfung mit der Schweizer Hoteldatenbank. Grundlegende Hoteldaten wie Anzahl Zimmer, Klassifikation oder Adresse werden automatisch übernommen. Der Test wird dadurch verkürzt.
3    Tipps für mögliche Softwares
Nach der Standortbestimmung, wird konkret Feedback zur verwendeten Softwareausrüstung gegeben. Aufgrund der Antworten wird neue oder besser geeignete Software vorgeschlagen. Natürlich kann die Anwendung auch mittels Schlagwörter und Rubriken genutzt werden. Mit dem Unternehmen «hotelhero» hat hotelleriesuisse für diese Aufgabe einen innovativen Software-Kenner mit an Bord geholt, der sich in der Vielzahl der digitalen Angebote zurecht findet.
4    Den passenden Berater finden

Gemeinsam ist oft einfacher, als alleine. Das gilt auch für den Schritt in die digitale Zukunft. Aufgrund der Antworten in der Standortbestimmung schlägt das neu entwickelte und verknüpfte Beraternetzwerk mögliche Partner vor, welche sich bestens als Begleiter für das Vorhaben eigenen. Diese Vorschläge sind individuell zugeschnitten auf die dringlichsten Handlungsfelder. Falls gewünscht, kann das Beraternetzwerk wie gewohnt auch breit gefächert, über die Suche nach Stichwörter und Rubriken, eingesetzt werden.
 
5. Los geht’s mit der Detailanalyse

Mit der fünften Anwendung, der Detailanalyse, werden eine umfassende und betriebswirtschaftliche Betrachtung des Betriebes und der bisherigen Aktivitäten durchgeführt, Schwachstellen aufgedeckt und konkrete Ansatzpunkte erkannt, um auf dem digitalen Weg weiterzukommen. Da diese Anwendung relativ komplex und zeitintensiv ist, ist angedacht, dass bei dieser Analyse immer ein erfahrener Partner an der Seite steht und hilft, das weitere Vorgehen zu definieren. hotelleriesuisse ist bestrebt, diesen Prozess möglichst schlank und kostengünstig zu halten.