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Die Hotelfachschule Thun macht sich fit für die Zukunft

01.03.2018

Der Stiftungsrat der Hotelfachschule Thun hat über eine neue Strategie der in den 1980-er Jahren gegründeten Institution entschieden. Mit der Neuausrichtung reagieren die Verantwortlichen auf den sich stark wandelnden Arbeitsmarkt in der Hotellerie und die veränderten Anforderungen, welche an die Führungskräfte der Branche gestellt werden.

 Mit der neuen Strategie will die Hotelfachschule Thun ihr Angebot um zusätzliche Geschäftsfelder erweitern. Im Zentrum der neuen Ausrichtung steht die Entwicklung eines «Laborhotels» auf dem Schulgelände. Die Studierenden werden zukünftig unter der Leitung von Lehrpersonen und Fachkräften ihr «eigenes» Hotel mit 40 bis 50 Zimmern für Gäste aus den Segmenten Business, MICE (Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions) und Leisure führen. Aktuelle Trends, neue Technologien und weitere Ideen aus Hotellerie und Gastronomie sollen gemeinsam mit Branchenpartnern ausprobiert und umgesetzt werden. So können zum Beispiel Themen wie «Nachhaltigkeit», «Schlafen», «digitale Assistenten», «neue Servicequalität» oder «Communities» pionierhaft getestet werden. Die Vermittlung der Handlungskompetenzen erfolgt damit nicht mehr am Praxismodell, sondern innerhalb eines realen Hotelbetriebs.


Weiter plant die Hotelfachschule Thun in einem separaten Gebäudekomplex zukünftig ca. 40 sogenannte Longstay-Wohneinheiten anzubieten. Die Nachfrage nach solchen Übernachtungsmöglichkeiten steigt. Gerade Geschäftsleute, die regelmässig unterwegs sind, suchen vermehrt nach Alternativen zur klassischen Hotelübernachtung. Serviced Apartments sind deshalb eine Alternative für Vielreisende und entsprechende Angebote werden vermehrt nachgefragt.


Die neue Strategie wird in mehreren Etappen umgesetzt. Der gesamte Entwicklungsprozess wird per Ende 2021 abgeschlossen sein. Für die Hotelfachschule Thun sind die sich wandelnden Erwartungen an die Führungspersonen in der Hotellerie gleichzeitig Aufforderung und Chance: «Bildung ist eine Investition in Humankapital und der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft», so Philipp Näpflin, Präsident des Stiftungsrats der Hotelfachschule Thun. «Mit der neuen strategischen Ausrichtung leistet unsere Schule einen bedeutsamen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie».


Die von der Stadt Thun, dem Kanton Bern und hotelleriesuisse getragene Hotelfachschule Thun ist für ihre innovativen Ansätze bekannt: Als erste Hotelfachschule der Schweiz bietet sie seit 2017 nebst dem dreijährigen Vollzeitstudium die Ausbildung zum dipl. Hôtelier-Restaurateur HF auch berufsbegleitend an. Den Studierenden wird damit eine zeitgemässe Weiterbildungsform ermöglicht, von der auch die Arbeitgeber profitieren.

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