Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Umsetzung Hotelklassifikation 2011-2015

18.12.2012

Bis heute sind mehr als 1700 Betriebe besucht und 1400 Betriebe mit einer Klassifikation nach den Normen 2011-2015 ausgezeichnet worden. Stellvertretend für die auditierten Betriebe finden Sie nachfolgend einen Erfahrungsbericht eines Hoteliers aus der Westschweiz.

Das Hotel «Le Sapin» von Sébastien Bonvin liegt im Zentrum der Gemeinde Charmey im Kanton Freiburg. Neben 15 Doppelzimmern weist der im Jahre 1828 erbaute Betrieb Seminarräumlichkeiten für bis zu 40 Personen sowie verschiedene Restaurants auf. Eines davon wurde 2011 renoviert und  wird als Gourmet-Restaurant durch den jungen Küchenchef David Sauvignet (14 Gault Millau-Punkte) geführt.

Nach dem Audit hat hotelleriesuisse Sébastien Bonvin einige Fragen zur Klassifikation, zum System und dem Verfahren gestellt.

hotelleriesuisse: Herr Bonvin, wie haben Sie sich auf den Audit-Besuch vorbereitet?
Sébastien Bonvin: Da ich zum ersten Mal einen Hotelbetrieb führe, habe ich mich im Vorfeld über das Klassifikationssystem informiert. Ich möchte den Betrieb als 3-Sterne-Hotel mit einer zusätzlichen Spezialisierung im Bereich Gastronomie klassieren lassen. In dieser Entscheidungsfindung konnten mir die Auditoren beratend zur Seite stehen. Mein Ziel ist es, ein charmantes Hotel im mittleren Segment erfolgreich zu führen.

Wie beurteilen Sie das heutige Klassifikationssystem und das damit verbundene Verfahren?
Um die Qualität innerhalb der Branche zu gewährleisten, erachte ich das System als zielführend. Der derzeitige 5-Jahres-Rhythmus erscheint mir allerdings etwas zu lang. Gerade für die Qualitätssicherung wäre es wichtig, dass die Betriebe innerhalb kürzerer Zeitspannen besucht würden. Ich könnte mir beispielsweise eine jährliche Kontrolle vorstellen. Als Hotelier könnte ich von diesem Austausch profitieren – auch zu Gunsten meiner Gäste.

Wie haben Sie das Audit erlebt?
Ich habe das Audit als positiv und professionell erlebt. So konnte ich beispielsweise zu den Kritikpunkten in den Gästebewertungen eine Zweitmeinung einholen. Dabei haben mir die Auditoren geholfen, die betrieblichen Schwachstellen aufzuzeigen. Die Ergebnisse des Vorentscheids lasse ich nun in die geplante Renovation 2013 einfliessen. Und in der Klassifikation wird ja der gezielte Umgang mit Gästebewertungen auch honoriert.

Welche Vor- oder Nachteile sehen Sie im Zusammenhang der Klassifikation?
Das Audit betrachte ich als unterstützendes Instrument der Betriebsführung seitens hotelleriesuisse. Den anschliessenden Bericht kann ich als Checkliste nutzen – deshalb auch mein Wunsch nach einer möglichen jährlichen Überprüfung. Von der Sterneklassifikation erhoffe ich mir eine bessere Positionierung auf dem Mark, die mich meinem Ziel, mein Hotel erfolgreich in die Zukunft zu führen, näher bringt.

hotelleriesuisse dankt Sébastien Bonvin herzlich für das Gespräch und wünscht ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute.

Stand der Revision der Hotelklassifikation 2011-2015

Bis im Frühling 2013 werden die restlichen Betriebe besucht. Folgende Übergangsfristen gilt es bis Ende 2013 zu beachten:

  • Betriebe der Kategorie 4-Sterne Superior: QMS Stufe II und 5-Sterne Superior - QMS Stufe III (Mindestkriterium 248)
  • Betriebe der Kategorien 1- und 2-Sterne: Nasszellen in allen Zimmern (Mindestkriterium Nr. 30).

 

zurück zur Übersicht