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Verlängerung Sondersatz auf gutem Wege

30.11.2012

Der erste Meilenstein ist gelegt: Beide vorberatenden Kommissionen des National- und Ständerates sprachen sich für die Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes für Beherbergungsleistungen aus. Der Sondersatz von 3,8 Prozent, der bis Ende 2013 befristet ist, soll bis Ende 2017 zum Tragen kommen. Die Weiterführung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie äusserst wichtig.

Die Verlängerung des Sondersatzes für Beherbergungsleistungen kommt einem Erhalt des Status Quo ohne zusätzliche Steuerausfälle gleich. Der Sondersatz trägt massgeblich zur Nachfrageförderung im Schweizer Tourismus bei. Davon profitieren nicht nur entlegene Regionen, sondern die gesamte Wirtschaft. Die Aufhebung des Sondersatzes würde einen Teuerungsschub auslösen, der sämtliche Massnahmen zur Förderung des Tourismus in der Schweiz neutralisieren und dessen Wachstum weiter bremsen würde. Dies wäre für die Branche gerade in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage kaum verkraftbar.

Mit den sinkenden Reisekosten wird die Übernachtung immer mehr zum grössten Kostenfaktor eines Ferienarrangements und ist daher besonders preissensibel. Zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit wenden 24 von 27 Staaten in der Europäischen Union einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen an. Die Schweizer Hotellerie muss zu inländischen Preisen einkaufen und sollte zu ausländischen Preisen verkaufen – dabei brechen die Margen weg. Der Sondersatz kann diese Unterschiede zwar nicht wettmachen; gleiche Rahmenbedingungen, wie unsere Mitbewerber sie kennen, sind aber für die Hotellerie ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige, marktorientierte Strukturentwicklung.

hotelleriesuisse ist zuversichtlich, dass das Parlament in der Frühjahrssession 2013 seinen beiden Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben folgen und sich für die Verlängerung des Sondersatzes aussprechen wird.

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